Fachmann der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit mit langjähriger internationaler Erfahrung

Bischof Gebhard Fürst hat den im Februar 1952 in Mülheim an der Ruhr geborenen langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit der Diözese nach dem Weggang von Prälat Klaus Krämer bis zu einer Neuordnung im Bereich der Hauptabteilungen mit der Gesamtverantwortung für diesen Aufgabenbereich betraut.

Johannes Bielefeld, verheiratet und Vater von vier Kindern, hat nach Schulzeit und Abitur in Krefeld und Nürnberg sowie dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr zunächst von 1974 bis 1980 in Tübingen Philosophie, Englische Philologie und Kunstgeschichte studiert und mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Daran schloss sich – ebenfalls in Tübingen – ein Erweiterungstudium im Hauptfach Katholische Theologie an, das er 1983 mit dem 1. Staatsexamen abschloss. Es folgten der Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien bis 1985, eine Ausbildung zum „Journalist in Wirtschaft und Verwaltung“ an der Kölner Schule für Journalisten bis 1987 und schließlich von 1991 bis 1992 eine Zusatzqualifikation am Funkkolleg im Bereich „Humanökologie – Weltbevölkerung, Ernährung, Umwelt“.

Der vielfältigen Ausbildung sollte – teilweise parallel dazu - ein vielfältiger beruflicher Werdegang folgen. Im Jahr 1980 begann Bielefeld zunächst als Vertragslehrer für Englisch, Deutsch und Kunstgeschichte an einer kirchlichen Schule in Sigmaringen; 1982 folgte eine Tätigkeit als Dozent für Deutsch als Fremdsprache und Englisch am Berufsfortbildungswerk des DGB in Stuttgart. Im Januar 1985 trat Johannes Bielefeld in den Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und zwar als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bischöflichen Schulamt und im Sekretariat des Bischofs. Nach mehrwöchigen Praktika in der Zentralabteilung Öffentlichkeitsarbeit von SEL in Stuttgart und in der Presseabteilung der Stuttgarter Messe- und Kongress GmbH trat Bielefeld den Dienst in dem Aufgabenbereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart an, dem er bis heute treu geblieben ist: der Hauptabteilung Weltkirche. Zunächst als Projektleiter, dann als Abteilungsleiter. Unter anderem war er hier zwischen 1988 und 2008 an Projektevaluierungen in Kenia und Malawi, Israel, Äthiopien und Eritrea, in Mittelindien, in Neu Dehli und Nordostindien und mehrfach in Südindien und in der Volkrepublik China verantwortlich. Gemeinsam mit Fachleuten von Caritas international nahm er im November und Dezember 2006 an einer so genannten Dialogreise teil nach Südindien teil, um zwei Jahre nach dem Tsunami die Folgen der Katastrophe und die inzwischen erfolgten Aufbauarbeiten in Augenschein zu nehmen.

Bei seinen internationalen Aufgaben kommen Johannes Bielfeld auch seine umfangreichen Sprachkenntnisse zugute, zu denen nicht nur Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gehören, sondern auch Altgriechisch und Latein.