Fairer Nikolaus als Alternative zum Weihnachtsmann

Stuttgart. 1. Dezember 2015. Rund um den Nikolaustag (6. Dezember) werden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in diesem Jahr knapp 41.000 „echte“ Nikoläuse verteilt.
Kindergärten, Schulen und Gemeinden wollen mit der Schokoladenfigur im Bischofsmantel, ausgestattet mit Bischofsmütze (Mitra) und Bischofsstab, ein Alternativprodukt zum amerikanischen "Weihnachtsmann" anbieten

Damit soll die Erinnerung an Bischof Nikolaus wach gehalten werden, dem die christlichen Kirchen weltweit am 6. Dezember gedenken. Nikolaus lebte vor rund 1700 Jahren in Myra (heutige Türkei) und kümmerte sich als Bischof besonders um die Armen und die Kinder. Vor der Reformation war deshalb der Nikolaustag am 6. Dezember der Tag, an dem die Kinder beschenkt wurden. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde der mildtätige Bischof durch die "Weihnachtsmann-Figur" nach und nach verdrängt, die ihr Outfit mit roter Zipfelmütze von Coca-Cola-Designern erhalten hatte.

Etwa 2000 kleine Nikoläuse werden in diesem Jahr an die Tafelläden in Stuttgart und Tübingen verschenkt - so kommt der Nikolaus wieder dahin, wo er hin gehört.

Seit 2003 wird die Nikolausaktion von der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart organisiert. Hergestellt werden die „echten“ Nikoläuse aus ökologischer Schokolade aus fairem Handel. Die Vertriebslogistik leistet eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Caritas Stuttgart. Mit dem Erlös werden Kinderhilfsprojekte der Caritas unterstützt.