Corona

Familien entdecken biblische Schätze

Die biblischen Schätze sind in dunklen Filmdosen versteckt. Für die Schatzsucher heißt es deshalb: Augen auf! Bild: Hannah Kübler

Um unbekannte Bibeltexte und den Reiz, im Grünen Verstecke aufzuspüren, geht es bei der Schatzsuche 2.0.

Die Corona-Pandemie bringt eine Vielzahl außergewöhnlicher Projekte hervor. Zu den Besonderheiten zählt auch die Schatzsuche 2.0 der Katholischen Gesamtkirchengemeinde in Geislingen an der Steige. Hier begeben sich Familien gemeinsam auf eine Wanderung und suchen an speziellen Orten nach verborgenen Schätzen.  So entdecken sie Schritt für Schritt Bibeltexte, die eher unbekannt sind – beispielsweise „Daniel und der Drache“ oder die „Befreiung des Petrus“.

Die Idee für die Schatzsuche 2.0 hatte Gemeindeassistentin Hannah Kübler. „Wir haben für die Familien über das Osterfest kleine Pakete gemacht, damit diese die Festtage zu Hause feiern können. So standen wir auch im ständigen Austausch miteinander“, erzählt die 27-Jährige. Oft habe sie zu dieser Zeit die Rückmeldung erhalten, dass die Eltern mit ihren Kindern wegen des schönen Wetters viel nach draußen gingen. Für Kübler der Grundstein zur Schatzsuche 2.0, ist diese doch die ideale Kombination: „Wir vermitteln Geschichten aus der Bibel und die Familien können in der Natur unterwegs sein“, sagt sie. „Viele Mädchen und Jungen freuen sich über den besonderen Anreiz bei diesen kleinen Wanderungen. Schließlich gibt es immer etwas zu entdecken – den Weg, die Schatzkiste und die Geschichte.“

Seither geht einmal wöchentlich eine neue Schatzsuche online – zuvor von Kübler und ihren Kollegen natürlich entsprechend präpariert. Die Rundwege sind mit Kilometern angegeben, die Spielregeln finden sich online. Auf der Strecke sind immer wieder Schätze auf dreimal drei Quadratmetern versteckt. Die Stellen finden die Familien mit Hilfe der kostenlosen App "what3words". Dann startet die Suche. „Es ist sozusagen eine moderne, kirchliche Schnitzeljagd“, erklärt die Gemeindeassistentin. Eine Schatzsuche kann immer in der Zeit von Freitag bis Donnerstag absolviert werden. Danach gibt es eine neue Strecke mit neuen Schätzen. 

Viele Familien machen aus der Schatzsuche kleine Events, nehmen ein Vesper mit und picknicken am Wegesrand. Kübler plant, bis zum Beginn der Sommerferien immer neue Strecken mit Schätzen aus der Bibel anzulegen. Familien, die die Suche erfolgreich meistern, finden in der letzten Box ein Logbuch, um sich einzutragen, und die vollständige Bibelgeschichte als Ausdruck, um diese mit nach Hause zu nehmen.

Begeben Sie sich auf Schatzsuche!

Wer sich nun auf eine der Schatzsuchen 2.0 begeben möchte, findet auf der Internetseite der Schatzsuche alle notwendigen Informationen.