Familienerholungswerk: steigende Übernachtungszahlen

Rottenburg/Langenargen 26. Juli 2017. Mit einem Festtag am Sonntag (30. Juli) feiert das Familienferiendorf in Langenargen seinen 60. Geburtstag. Der Bau der „Ferienkolonie Langenargen“ durch das Siedlungswerk der Diözese im Jahr 1957 war Basis zur späteren Gründung des Familienerholungswerks der Diözese. Zu diesem gehören heute auch die Feriendörfer in Eglofs im Allgäu sowie Schramberg im Schwarzwald. Zum Familiengottesdienst um 11.00 Uhr kommt Bischof Gebhard Fürst am Sonntag nach Langenargen.

Im Jahr 2016 kletterte die Gesamtzahl der Übernachtungen in den drei Feriendörfern des Familienerholungswerks erstmals über der 100.000-er Marke. Zehn Jahre zuvor lag sie bei rund 74.000 Übernachtungen. Die drei Feriendörfer stehen Familien, Paaren jeden Alters sowie Gruppen aller Konfessionen offen. Auch Menschen mit Behinderung können in den Feriendörfern Urlaub machen. Erholungssuchende mit kleinem Budget erhalten entsprechende Zuschüsse. In allen drei Feriendörfern sind pastorale Mitarbeiter der jeweiligen Kirchengemeinden mit einem Anteil von 25 Prozent tätig.

Die Profile der drei Dörfer haben sich im Laufe der Jahre unterschiedlich ausgebildet: In Schramberg, gegründet 1969, steht mit dem Hochseilgarten das Thema Abenteuer und Selbsterfahrung im Mittelpunkt, in Eglofs, gegründet 1960, ist es das Erleben der Natur und die gesunde Ernährung. In Langenargen sind durch die barriere-armen Häuser viele junge Familien und Menschen mit Behinderung zu Gast sowie solche, die am Bodensee eine Ruheinsel suchen.

Im Jahr 1957 wurde die „Ferienkolonie Langenargen“ gegründet als Erholungs-möglichkeit für kinderreiche Familien mit kleinem Geldbeutel. Sie wurde deutschlandweit als erste Familienferienstätte in der Form des Feriendorfs gestaltet, mit einem Dorfplatz, der von Beginn an die Gemeinschaftsstiftung als einen Schwerpunkt der Arbeit markierte. Heute bietet das Familienferiendorf Langenargen Programme der Familienerholung im Sinne des §16 Sozialgesetzbuch VIII an. Konkret heißt dies: In den Zeiten, in denen Familien Urlaub machen können, bietet das Feriendorf, nicht nur für Familien mit geringem Einkommen, eine entlastende Struktur mit Essensanagebot, Kinder- und Jugendprogramm und großzügigen Wohnungen/Häusern.

Seit dem Jahr 2016 finanziert die Bischof-Moser-Stiftung in Langenargen zusätzlich einen Stellenanteil von 40 Prozent für eine Seelsorgerin, die sich das ganze Jahr über um die Gäste kümmert und verschiedene Angebote macht.