Familienfreundlichkeit erneut bestätigt

Seit Mai 2002 beteiligt es sich an diesem Auditierungsverfahren – mit dem Erfolg, dass es sich seit fast zehn Jahren offiziell als „familienfreundliches Unternehmen“ bezeichnen darf. „Ich betrachte die Bemühungen um eine gut gelingende Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht als Nebenthema, sondern als einen wichtigen Indikator für unsere Glaubwürdigkeit als Kirche“, betonte Generalvikar Clemens Stroppel. Er danke der Gleichstellungsbeauftragten und allen mit Personalführung beauftragten Mitarbeitenden, durch deren Bemühungen das Ordinariat seine familienbewusste Personalpolitik nochmals verbessert habe.

Bei der jetzt abgeschlossenen dreimonatigen Re-Auditierung ging es neben der Überprüfung der bereits durchgeführten umfangreichen familienpolitischen Maßnahmen schwerpunktmäßig um die Einbettung in das neue Arbeitsvertragsrecht der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AVO DRS). Nicht zuletzt wurden neue Ziele für die kommenden drei Jahre vereinbart. Unter anderem soll die Unterstützung bei der Kinderbetreuung und der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger weiter ausgebaut, der Kontakt mit beurlaubten Beschäftigten verbessert und die Qualifizierung für den Wiedereinstieg weiter entwickelt werden.

Erstmals wird im Jahr 2011 auch das Projekt „Führungsfeedback“ durchgeführt, um Führungskräfte in der Wahrnehmung ihrer Führungsverantwortung zu stärken. Zehn Führungskräfte aus der Diözese, darunter fünf aus dem Bischöflichen Ordinariat nehmen an dem Pilotprojekt teil. Mit Hilfe eines Feedbackinstruments werden sowohl eine Selbst- als auch eine Fremdeinschätzung vorgenommen. Die Führungskräfte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei der Durchführung und Auswertung dieses Feedbacks von externen Beratern begleitet.

Nach Auskunft der Hertie-Stiftung wurde das seit 12 Jahren bestehende Zertifikat „audit berufundfamilie“ bislang an 978 Unternehmen, Hochschulen und sonstige Institutionen vergeben. Das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart gehört zu den sechs Arbeitgebern, die das Auditierungsverfahren bereits zum vierten Mal durchlaufen haben.

Dr. Thomas Broch