Familienpolitik ist Querschnittspolitik

Rottenburg / Stuttgart 20. September 2015. Zu einer schärferen Wahrnehmung für die Belange von Familien hat Bischof Gebhard Fürst am Sonntagnachmittag (20.09.) beim traditionellen Herbstfest am Stuttgart Bischofssitz Stella Maris aufgerufen. Der Einladung zum Familienfest beim „Tag des Bischofs“ folgten zahlreiche katholische Familien aus und um Stuttgart. Unter ihnen Flüchtlingsfamilien, die in der St.-Paulus-Kirche im Stadtteil Rohracker beheimatet sind und zur katholisch-chaldäischen Gemeinde in Stuttgart gehören.

„Wir brauchen so etwas wie einen „family mainstreaming“, damit meine ich ein Denken, das quer durch alle Herausforderungen und Themen hindurch die Wahrnehmung schärft für das, was Familien heute sind und brauchen“, sagte Bischof Fürst. Dabei sei nicht nur an Politikfelder zu denken, die Familien unmittelbar berühren. „Familienpolitik ist mehr als Sozialpolitik. Familienpolitik ist Querschnittspolitik“, betonte er.
Mit Blick auf die Flüchtlingsfamilien im Land dankte Bischof Gebhard Fürst allen, die hier helfend zur Seite stünden. „Die Würde eines jeden Kindes, eines jeden Menschen, entspringt der Gottebenbildlichkeit Gottes“. Menschen auf der Flucht Würde und Schutz zu verschaffen, sei eine große Herausforderung für alle.