Finanzielle Basis für Zukunft sichern

Mit ihr als Träger soll die Sankt-Wolfgang-Schule in Reutlingen eine „finanzielle Basis für eine gesicherte materielle und sächliche Zukunft bekommen“, sagte Bischof Fürst am Donnerstag in Reutlingen beim Gründungsakt. Die Stiftung ist mit einem von der Diözese aufgebrachten Anfangskapital von 100.000 Euro ausgestattet.

Die seit 40 Jahren bestehende Sankt-Wolfgang-Schule und ihre Stiftung befinden sich wie weitere 84 Schulen unter dem Dach der Schulstiftung der Diözese. Bisher war ein eingetragener Verein Träger der Reutlinger Grund- und Hauptschule. Sie ist die sechste katholische freie Schule in Württemberg, die eine eigene örtliche Stiftung als Trägerin hat. Ziel der jetzt erfolgten Stiftungsgründung ist, dass die Schule finanziell unabhängig wird vom Haushalt der Diözese und für den Unterhalt der Schule sowie für außerordentliche pädagogische Angebote selbst aufkommt. Personalkosten der Bekenntnisschulen müssen auf der Basis staatskirchenrechtlicher Vereinbarungen vollständig vom Land Baden-Württemberg ausgeglichen werden.

Bischof Fürst verwies beim Gründungsakt auf die Vorzüge des Mitte der 80er Jahre entwickelten pädagogischen Konzepts „Marchtaler Plan“, an dem sich die katholischen Bekenntnisschulen in Württemberg orientieren. Das ganzheitliche Konzept helfe unter anderem mit seinen Elementen wie Morgenkreis, freie Stillarbeit, vernetzter Unterricht und Fachunterricht, mit Bezug auf die Lebenspraxis Jesu „die Einheit zwischen Glauben und Handeln, Theorie und Praxis, zwischen Lehre und Leben als einzig glaubwürdigen und einzig tragfähigen Weg“ zu entdecken.