Frauenquote in der Diözesanleitung steigt weiter

Dies hat Bischof Gebhard Fürst zur Einführung der promovierten Juristin und Bischöflichen Rechtsdirektorin in ihr neues Amt am Dienstagabend, 15. Februar, im Rottenburger Bischofshaus betont. Rebecca Schaller gehört noch nicht lange zur Mitarbeiterschaft des Bischöflichen Ordinariats. Im August 2006 trat sie – damals noch als Rebecca Dorn - als Juristische Assistentin des Diözesanjustitiars in den Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ab 1. Januar 2010 leitete die Fachfrau für Medien- und Urheberrecht dann die dem Generalvikar zugeordnete Stabsstelle Wirtschaftsrecht.

Die Neugründungen von nicht weniger als 92 Trägerorganisationen - Stiftungen und GmbHs - unter dem Dach der Diözese Rottenburg-Stuttgart in den letzten sieben Jahren und ebenso die immer komplizierter werdenden rechtlichen, wirtschafts- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen seien trotz Sparzwang und notwendiger Verschlankung von Strukturen der Grund für die Errichtung der neuen Hauptabteilung, betonte Bischof Fürst. Vielfältige Veränderungen brächten auch Veränderungen in der Ausgestaltung der Aufsicht mit sich. Und den unter der bischöflichen Aufsicht stehenden kirchlichen Institutionen müsse eine gut ausgestattete Beratung zur Seite gestellt werden, die sie in enger Zusammenarbeit bei strategischen Entscheidungen begleite. „Wenn man Ihre Vita anschaut, wird schnell klar, dass Sie die richtige Frau für diese Position sind“, bescheinigte der Bischof der neuen Hauptabteilungsleiterin. Er freue sich außerdem, dass die Frauenquote in der Leitung der Diözese erneut steige.

Bischof Fürst dankte bei der Feier auch dem Leiter der Hauptabteilung „Kirchliche Rechtspersonen“, Hermann-Josef Drexl. In seinem Zuständigkeitsbereich lag bisher ein Teil der Aufgaben der neu geschaffenen Hauptabteilung „Gesellschaften und Stiftungen/Wirtschaftsrecht“. Neben anderem verbleibt darin auch künftig die Rechtsaufsicht über die 1.038 Kirchengemeinden, 98 katholischen muttersprachlichen Gemeinden, 283 Seelsorgeeinheiten und 25 Dekanate der Diözese. Als Leiter der Hauptabteilung „Personal“ ist Drexl zusätzlich für die gesamte nichtpastorale Mitarbeiterschaft der Diözese zuständig. Hermann-Josef Drexl habe in den letzten acht Jahren in vorbildlicher und stets umsichtiger Weise eine moderne kirchliche Aufsicht entwickelt und umgesetzt, würdigte Bischof Fürst dessen Schaffen. Durch Drexls Bemühungen sei manche komplizierte Situation zu einem guten Ende gekommen. Allein die Fülle der Fortentwicklung bestehender und der Aufbau neuer Aufgabenbereiche mache die Notwendigkeit und den Sinn einer zusätzlichen Hauptabteilung deutlich, erläuterte der Bischof. Drexl könne nun einen Teil der Aufgaben mit sehr guter Bilanz an Rebecca Schaller übergeben.

Dr, Thomas Broch