Frieden jetzt ermöglichen

Stuttgart/Essen, 8. September 2015. Die bundesweite Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat wird am ersten Adventssonntag, 29. November 2015, in Stuttgart eröffnet. Unter dem Motto „Frieden jetzt! Gerechtigkeit schafft Zukunft“ setzt sich Adveniat vor allem dafür ein, dass Strukturen der Gewalt beseitigt werden und Versöhnungsarbeit die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander in Lateinamerika bilden kann. Neben der Diözese Rottenburg-Stuttgart und allen deutschen Diözesen ruft auch das Kolpingwerk Deutschland zur Unterstützung der Advents- und Weihnachtsaktion auf. In diesen Tagen werden die Materialien zur Aktion an alle katholischen Pfarrgemeinden in Deutschland versandt.

„Mit unseren Partnern in Lateinamerika setzen wir uns dafür ein, dass Rechtsstaatlichkeit und menschliche Sicherheit in allen Ländern Lateinamerikas ermöglicht werden“, unterstreicht Heiner Ganser-Kerperin, Leiter der Bildungsabteilung bei Adveniat. Die Grundvoraussetzung dafür seien zum Beispiel in Kolumbien der Zugang zu Bildung für alle, die Rückführung der Vertriebenen des Bürgerkrieges, eine umfassende und ganzheitliche Agrarreform, Ernährungssicherheit und die tatsächliche politische Teilhabe für alle.

Zur Eröffnung der Adveniat-Aktion am ersten Adventswochenende haben Adveniat und die Diözese Rottenburg-Stuttgart Partner aus der Friedens- und Versöhnungsarbeit in Kolumbien und Guatemala nach Stuttgart eingeladen. Erwartet werden auch der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga, und Bischof Julio Cabrera aus Jalapa, Guatemala.

Im Rahmen des Eröffnungswochenendes findet in Stuttgart unter anderem eine Fachtagung zur kirchlichen Friedensarbeit am Beispiel von Kolumbien (28. November, 10 bis 17 Uhr im Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart) statt. Dort wird auch eine Adveniat-Ausstellung über Märtyrer in Lateinamerika informieren, zudem ist für den 28. November ein lateinamerikanischer Kulturabend geplant.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden im Rahmen der Adveniat-Aktionseröffnung Bischof Julio Cabrera und Guillermina Herrera vom Radionetzwerk IGER aus Guatemala über die Arbeit der Kirche in Gemeinden, Schulen und Verbänden berichten. „Die jahrzehntelange partnerschaftliche Verbindung zur Kirche in Guatemala prägt unsere Diözese bis auf den heutigen Tag“, unterstreicht Domkapitular Heinz Detlef Stäps und ergänzt: „Viele Rottenburger Priester haben in dem zentralamerikanischen Land bereits die Sorgen und Freuden der Menschen geteilt, und insbesondere die Bildung der benachteiligten Menschen durch die Radioprogramme des IGER liegt uns seit langem am Herzen.“

Erster Höhepunkt der Adveniat-Aktion wird ein feierlicher Gottesdienst am 29. November, dem ersten Adventssonntag, um 10 Uhr in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart sein, den Bischof Gebhard Fürst gemeinsam mit Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck, den lateinamerikanischen Gästen und Katholiken aus dem ganzen Bistum feiern wird. Der Gottesdienst wird als Video-Livestream auch auf domradio.de und weltkirche.katholisch.de zu sehen sein.

Allen Pfarreien gehen in diesen Tagen das neue Aktionsmagazin der Jahresaktion und ein Bestellkatalog zu, in dem die Angebote zur Adveniat-Aktion 2015 aufgelistet sind. Die Materialien werden unter www.adveniat.de/jahresaktion15 zum Download angeboten. Rückfragen zum Aktionsmaterial können telefonisch gestellt werden unter Telefon (0201) 1756-208 oder via E-Mail an: material(at)adveniat.de. Auf der Internetseite www.advent-teilen.de gibt es Tipps für Gemeindegruppen und Familien, wie sie die besondere Zeit des Advents miteinander teilen und sinnstiftend gestalten können.

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 1.900 Projekte gefördert werden, die mit einer durchschnittlichen Fördersumme von 14.000 Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart blickt auf eine fast 50-jährige Geschichte weltkirchlichen Engagements zurück. Seitdem sind intensive und vielgestaltige wechselseitige Beziehungen gewachsen zu Partnern in aller Welt. Aktuell unterstützt die Diözese im Rahmen ihrer Projekthilfe Schwesterkirchen in mehr als 80 Ländern weltweit. 2014 hat sie dafür an Kirchensteuermitteln, Stiftungserträgen und Spenden mehr als 24 Millionen Euro aufgebracht. Gefördert werden sowohl Projekte der Seelsorge und Verkündigung als auch der Sozial- und Entwicklungshilfe. Zu einem besonderen Schwerpunkt sind in jüngster Vergangenheit Hilfen für Flüchtlinge und die Bekämpfung von Fluchtursachen geworden.

Hinweis: Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und von Adveniat versandt.