Frieden lernen vom Kind in der Krippe

Rottenburg. 22. Dezember 2015. Weihnachten sendet nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst eindeutig die Botschaft barmherziger Liebe gegen die Herrschaft von Hass und Gewalt aus. „Das wehrlose Kind in der Krippe lehrt eine Ethik des Friedens“, sagte Bischof Fürst am Dienstag in Rottenburg zur Kernbotschaft des Festes der Geburt Christi. Der nach dem christlichen Glauben menschgewordene Sohn Gottes habe auf das Schwert verzichtet und mit seiner ganzen Person ein Reich des Friedens und der Barmherzigkeit verheißen. Christsein bedeute unermüdlich und scheinbar gegen alle Hoffnung Frieden stiften: „Mitten in der Welt ist die Krippe aufgestellt.“

„Christus und alle, die ihm wirklich nachfolgen, haben Frieden und Heil im Sinn; die Terrororganisation IS und alle, die ihr nachfolgen, haben Hass, Gewalt und Unheil im Sinn“, betonte der Rottenburger Bischof. Blanker Hass aus welcher geistigen Wurzel auch immer bilde die „Initialzündung für nackte und todbringende Gewalt auch in unserem Land“. Die mit Weihnachten begonnene Initiative Gottes auf die Menschen hin könne deren Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit stillen. „Die Botschaft des Weihnachtsfestes ist nicht irgendetwas; sie steht als Initialzündung für den Frieden am Beginn des Christseins.“