Friedensdienst als Beitrag zum Frieden Gottes

Versöhnung müsse von den Menschen ausgehen und deshalb, so der Bischof, „tritt Gott an ihre Seite, um sie mit sich zu versöhnen“. Gott versöhnte den Menschen durch das heilende Handeln und durch das heilende Reden Jesu. Das mache Gott, so Bischof Fürst, auch heute noch, und zwar im großen Stil, aber auch im Kleinen. Versöhnung brauche Vermittler, sagte er den Soldaten. „Da, wo es schwer fällt, dass einer dem anderen die Hand reicht, tut einer gut, der beide bei der Hand nimmt und ihnen hilft, sich langsam näher zu kommen.“

„Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht“, zitierte der Bischof einen Satz Jesu. Dieser verdeutliche anhand extremer Beispiele, wie weit die Liebe bereit sein müsse zu gehen, „wie unbegrenzt und unbedingt der Wille zum konkreten Friedenschaffen geht, den Jesus meint. Nicht nur den anderen nicht töten, nein, ihm nicht einmal zu zürnen. Nicht nur es unterlassen zu schimpfen und zu verurteilen, nein: wieder und wieder vergeben und aufbrechen zur Versöhnung“, so fasste Bischof Fürst die Friedensbotschaft Jesu zusammen. Ein Welt, die sich die sich an der heilsamen Versöhnungspraxis Jesu orientiere, werde wirklich zur neuen Schöpfung.

Der Weltfriedenstag wird jedes Jahr in Baden-Württemberg von der Militärseelsorge, deren Bestehen sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal jährt, gemeinsam mit den Soldaten begangen.