Fröhlich und beherzt bei den Menschen

Der 1922 in Wißgoldingen bei Schwäbisch Gmünd als letztes von acht Kindern geborene Geistliche lebte seit seinem Rücktritt vom Amt des Weihbischofs 1996 in Kressbronn. Rieger sei bis ins hohe Alter geschätzter Seelsorger, Ratgeber und Begleiter gewesen, der mit seiner ganzen Person Zuversicht und Gelassenheit ausstrahlte, so Bischof Fürst. Rieger wird am Mittwoch um 16 Uhr in Wißgoldingen beigesetzt.

Der Bauernsohn Bernhard Rieger wurde 1951 in Ulm-Wiblingen zum Priester geweiht. 1984 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bereits 1975 hatte ihn Bischof Georg Moser zum Ordinariatsrat und kurz darauf zum Domkapitular ernannt. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Rieger der Publizistischen Kommission an. Den Krieg erlebte Rieger als Funker an der Ost- und an der Westfront. Die Kriegsgefangenschaft verbrachte er ab Dezember 1945 in dem von Abbé Franz Stock geleiteten "Stacheldrahtseminar" in Chartres, wo er Angelo Roncalli, dem damaligen Päpstlichen Nuntius in Paris und späteren Papst Johannes XXIII., begegnete. Nach Studium in Tübingen und Priesterweihe war Rieger Vikar in Esslingen, Heilbronn-Sontheim, Stuttgart-Bad Cannstatt und Leonberg, Kaplan in Aulendorf, Religionslehrer in Saulgau, Pfarrer und Schuldekan in Calw sowie Pfarrer und Dekan in Reute/Bad Waldsee.