Fürst empfiehlt biblische Werte zur Orientierung in Wirtschaft

Die Frage nach der Bedeutung ethischer Werte für die Wirtschaft
sei bis vor wenigen Jahren allenfalls in akademischen Zirkeln
diskutiert worden, betonte Fürst. Inzwischen vollziehe sich aber
auf breiter Front ein Sinneswandel. In einem sich rasant
ändernden Weltmarkt sei der unternehmerische Erfolg immer stärker
von der Innovationskraft und Eigenverantwortung der Mitarbeiter
abhängig. Eine von Ehrfurcht und Respekt getragene Ethik, die den
Menschen als von Gott geschaffene Existenz begreift, führe zur
Entfaltung seiner Potenziale.

Fürst betonte, der Mensch müsse im Mittelpunkt des Wirtschaftens
stehen. Er erinnerte an den Satz der Würzburger Synode vor 30
Jahren, das Reich Gottes sei nicht indifferent gegenüber den
Welthandelspreisen. Christen hätten damit einen Auftrag, sich
auch in der Welt der Ökonomie zu bewähren. Eine Haltung dagegen,
die sich nur noch am Maßstab des Machens und des Nutzen
ausrichte, werde zur gnadenlosen Angelegenheit von Macht und
Machtmissbrauch und zum erbarmungslosen Kampf zwischen Starken
und Schwachen.