Gedenkfeier zum 20. Todestag von Bischof Georg Moser

Vor diesem Gottesdienst legt um 15 Uhr Bischof Fürst in der Sülchenkapelle einen Kranz am Grab von Bischof Moser nieder. Nach dem Pontifikalamt findet um 17.30 Uhr in der Zehntscheuer ein Festakt statt. Domkapitular Hubert Bour, langjähriger Persönlicher Referent von Bischof Georg Moser, wird diesen in einem Vortrag würdigen.Bischof Georg Moser wurde 1923 in Leutkirch im Allgäu geboren.

Am 19. März 1948 zum Priester geweiht, war er unter anderem Studentenpfarrer in Tübingen (1953-1959), Direktor der Akademie der Diözese Rottenburg in Stuttgart (1961-1970) und Weihbischof (1970-1975). Im Jahr 1975 wurde er von Papst Paul VI. in der Nachfolge von Bischof Carl Joseph Leiprecht zum neunten Bischof der Diözese Rottenburg ernannt. Sein bischöflicher Wahlspruch aus dem Johannes-Evangelium lautete: „Ut habeant vitam“ – „Damit sie das Leben haben“ (Joh 10,10). Bischof Moser, der ebenso wie jetzt Bischof Gebhard Fürst Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz („Medienbischof“) war, berief 1985/1986 die erste Diözesansynode der württembergischen Diözese ein.

Im Jahr 1979 besuchte mit Bischof Moser, der den damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth begleitete, erstmals ein Vertreter der römisch-katholischen Kirche die Volksrepublik China. Am 9. Mai 1988 verstarb Bischof Georg Moser in Stuttgart an den Folgen eines langjährigen schweren Nierenleidens.