Geheimnis des Evangeliums nicht von Noten abhängig

Rottenburg/Illertissen. 17. Mai 2015. Als einen Pädagogen, dessen Urteil sich allein an der Liebe Gottes orientierte, hat Bischof Gebhard Fürst den Heiligen und Patron der Lehrer, Johannes de La Salle, gewürdigt. Er habe Kinder und Jugendliche aus schwierigen und zerrütteten Verhältnissen in die Mitte seiner Arbeit und seines Herzens genommen. „Johannes de La Salle gab gerade den Schwächsten Würde und Lebensmut mit auf ihren Weg“, sagte Gebhard Fürst in seiner Predigt am Sonntag (17. Mai) im Kolleg der Schulbrüder in Illertissen (Lkr. Neu-Ulm, Diözese Augsburg).

„Das Geheimnis des Evangeliums ist nicht von Noten und Beurteilungen abhängig. Das Geheimnis des Evangeliums lebt vom persönlichen Zeugnis, das mit unserer ganzen Person, unserem ganzen Sein und Leben verbunden ist“, so Fürst in der gemeinsamen Eucharistiefeier mit Lehrern und Schülern des Kollegs sowie deren Familien anlässlich des jährlichen Stifterfestes zu Ehren ihres Schulpatrons.

Das vom Schulwerk der Diözese Augsburg getragene Kolleg hat seine Wurzeln im wenige Kilometer entfernten württembergischen Dietenheim und wird traditionell auch von Schülern der Diözese Rottenburg-Stuttgart besucht.

Am 15. Mai 1950 wurde Johannes de La Salle von Papst Pius XII zum „Patron der „Lehrer und christlichen Erziehung“ erhoben.