Gelassen Orientierung bieten

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart geben derzeit rund 6.000 Frauen und Männer katholischen Religionsunterricht, davon etwa zwei Drittel im staatlichen Schuldienst. Rund 1.300 lehren im Kirchendienst und 800 an Privatschulen. In seiner Predigt in Aalen machte Bischof Fürst den neu Beauftragten Mut, gelassen zu unterrichten: „Wenn Sie wissen, dass Gott immer bereits da ist, wenn Sie ein Klassenzimmer betreten – was soll Ihnen dann passieren?“

Der Bischof wies den Religionslehrern die Aufgabe zu, „junge Menschen mit der erfrischenden und befreienden Botschaft Christi zu beschenken“. Das gehe nicht ohne den eigenen, authentisch gelebten Glauben der Lehrerinnen und Lehrer. Bischof Fürst machte den Pädagogen Mut zur Gelassenheit im Lehralltag: „Wo und auf welche Weise der Samen, den Sie säen, aufgeht, das liegt nicht in Ihrer Hand.“ Er dankte den Frauen und Männern für ihre Bereitschaft, das Fach Religion zu unterrichten. Sie seien nicht selten die letzten Vertreter der Kirche, über die manche Schüler in Kontakt mit der Kirche kommen.

Durch die Erteilung der Missio Canonica drückt der Bischof den Religionslehrerinnen und -lehrern sein Vertrauen, seine Verbundenheit und Solidarität aus. Sie erteilen ihr Fach im Auftrag und mit Unterstützung der Kirche. Die Missio setzt ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie/Religionspädagogik voraus und wird erteilt, wenn die betreffende Person einen Lehrauftrag im Fach Katholische Religionslehre wahrnimmt. Die Beauftragten sagen zu, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der Katholischen Kirche zu erteilen. Sie versprechen zudem, ihr Leben an der christlichen Ethik und Soziallehre auszurichten.