Gemeinsam den Entwicklungsprozess angehen

Dies hat Redies am Dienstagabend, 3. November, dem neu gewählten Gesamtelternbeirat des Schulzentrums mitgeteilt.

An der katholischen Schule in Heilbronn war es unmittelbar vor den Sommerferien zu Auseinandersetzungen zwischen Elternschaft, Teilen des Lehrerkollegiums und Schülern einerseits und dem Träger des Bildungszentrums, der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart, gekommen. Grund dafür war die Ankündigung des Leiters des Gymnasiums und des Bildungszentrums, Christof Martin, die Schule zum Ende des Schulhalbjahrs zu verlassen.

Bischof Fürst, so berichtete Prälat Redies am Dienstag den Elternvertretern, habe ihn darauf hin beauftragt, die betroffenen Parteien dieses Konflikts anzuhören und sich ein differenziertes Bild von der Situation am Heilbronner Schulzentrum zu machen. Dies, so Redies, sei in den vergangenen Wochen geschehen, und er habe dem Bischof darüber einen Bericht vorgelegt. Auf der Grundlage dieses Berichts und nach Gesprächen mit dem Vorstand der Schulstiftung und mit Christof Martin, der seine Entscheidung dabei noch einmal bekräftigt habe, habe Bischof Fürst ihn nun gebeten, den weiteren Reflexionsprozess federführend zu begleiten. An diesem Prozess werden nach Aussage von Prälat Redies der Vorstand der für das Heilbronner Bildungszentrum als Träger verantwortlichen Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart und deren Stiftungsrat beteiligt sein, aber auch die vor Ort in Heilbronn Verantwortung tragenden Gremien. Das Ergebnis dieses Prozesses könne jetzt noch nicht feststehen, doch müsse man zügig zum Ziel kommen, da dies die unabdingbare Voraussetzung für die Neubesetzung der Schulleitung sei, betonte Redies. Verantwortlich für die Gestaltung der Schule und der sie tragenden Strukturen sei aber der Schulträger, die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren Organen, dem Stiftungsvorstand und dem Stiftungsrat. Er habe die Zusage zu der ihm zugedachten Aufgabe unter den Vorbehalt gestellt, dass alle Beteiligten offen, gesprächsbereit und zukunftsorientiert auf einander zugehen, fügte Prälat Redies hinzu. Die konstruktive und bei allen kritischen Einzelfragen angenehme Atmosphäre des Gesprächs mit dem Gesamtelternbeirat bestärke ihn nun in seiner Entscheidung, sich dieser Aufgabe anzunehmen und sehr zeitnah die erforderlichen Schritte zu veranlassen. Außerdem vereinbarte er mit den Elternvertretern, dass er die gesamte Elternschaft unverzüglich in einem Brief über die aktuelle Entwicklung informieren werde.

Dr. Thomas Broch