Gemeinsam gegen Langzeit-Arbeitslosigkeit

Der Begegnungstag in Ludwigsburg eröffnete zugleich die erstmals ausgerufene "Woche für soziale Gerechtigkeit", die künftig jedes Jahr im Herbst stattfinden wird. Am Martinstag, 11. November, wird Bischof Gebhard Fürst zu Spenden für die seit 1987 bestehende Aktion Martinusmantel aufrufen, um Solidarität mit erwerbslosen Menschen zu zeigen. Der heilige Martin, Inbegriff christlicher Barmherzigkeit, ist Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Für langzeitarbeitslose Hartz-IV-Empfänger bringe der Lichtstreif am Arbeitsmarkthorizont keine wirkliche Perspektive, stellte Ordinariatsrat Joachim Drumm fest. Der Verantwortliche für die Aktion Martinusmantel unterstrich, er könne nicht verstehen, warum trotz Fachkräftemangel immer noch so viele über 50jährige Fachkräfte sowie talentierte junge Leute nicht eingestellt würden. Diese damit vom Arbeitsmarkt ausgegrenzten Mitmenschen drohten ins gesellschaftliche und soziale Abseits zu rutschen, so der Leiter der Hauptabteilung Politik und Gesellschaft im Bischöflichen Ordinariat.

Nach Angaben des Geschäftsführers der Bischöflichen Aktion Martinusmantel wurden seit deren Bestehen rund 13 Millionen Euro an Spenden, Kollektengeldern und Haushaltsmitteln an mehr als 155 Projekte und Maßnahmen weitergeleitet. 7.000 Menschen erhielten in dieser Zeit berufliche und soziale Hilfen mit dem Ziel einer Existenzsicherung durch eigener Hände Arbeit. Aktuell fördert die Aktion 19 Projekte mit 476.000 Euro; für 2012 sind Förderungen von 10 Projekten in Höhe von 140.500 Euro bewilligt. Über weitere 10 Anträge entscheidet der Vergabeausschuss im November.

Hinweis: Spendenkonto 54 04 002 bei der Volksbank Herrenberg-Rottenburg, BLZ 603 913 10, „Aktion Martinusmantel“. Informationen unter www.martinusmantel.de oder bei Geschäftsführer Hans-Peter Mayer, Telefon (0711) 9791-203, Email: hpmayer@bo.drs.de.

Uwe Renz