Wallfahrt

Gemeinsam statt einsam

Eine feierliche Prozession führt von Heiligenbronn nach Lützenhardt. Bild: Nicole Uhde

Von der Wallfahrtskirche in Heiligenbronn führt die Wallfahrt zum Gottesdienstort in die Fahrzeughalle der Firma Schweizer Reisen in Lützenhardt. Bild: Walter Maier

Dekanatswallfahrt im Katholischen Dekanat Freudenstadt ist ein Hoffnungszeichen für viele Menschen.

Nachdem die letztjährige Dekanatswallfahrt aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, folgten in diesem Jahr viele Gläubige der Einladung des Katholischen Dekanats Freudenstadt ins Waldachtal.

Musikverein Obertalheim spielt zur Begleitung

Beginnend an der Wallfahrtskirche in Heiligenbronn, wurde das Gnadenbild in einer feierlichen Prozession zum Gottesdienstort in die Fahrzeughalle der Firma Schweizer Reisen in Lützenhardt überführt. Die Prozession gestalteten Wallfahrtsseelsorgerin Sr. Martina Küting und Gemeindereferentin Ellen Schlenker – musikalisch begleitet durch den Musikverein Obertalheim.

Gelebter Glauben in der Gemeinschaft

Den anschließenden Festgottesdienst unter der Leitung von Dekan Anton Bock, feierten knapp 200 Personen unter Corona-Bedingungen. Pfarrer Bernhard Tschullik, Eutingen, sowie Pfarrer i.R. Andreas Gog, Weitingen, konzelebrierten mit Wallfahrtspfarrer Anton Romer.

In seiner Predigt erinnerte Dekan Bock an die letzten Monate und verdeutlichte, wie schwer es war, im Frühjahr dieses Jahres eine Entscheidung zu treffen, ob die Wallfahrt stattfinden kann. Zeitgleich zur Diskussion, ob die Ostergottesdienste abgesagt werden müssen, galt es im Dekanat Freudenstadt im April eine Entscheidung zu treffen. Der Dekanatsleitung war es ein Anliegen, ein Hoffnungszeichen zu setzen und diese Wallfahrt mutig und vertrauensvoll zu planen und so durchzuführen, wie es die aktuellen Verordnungen zulassen. Die Dekanatswallfahrt als ein Ort gelebten Glaubens in Gemeinschaft prägt seit vielen Jahren das Dekanat und genau diese Möglichkeit wollten die Initiatoren den Gläubigen besonders nach diesen schwierigen Zeit der Pandemie, bieten.

Dekan Bock rief dazu auf, insgesamt hoffend und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, auch wenn viele Menschen immer noch unter den Folgen der Pandemie leiden und knüpfte hier an die Zusage aus dem Matthäusevangelium „siehe, ich bin bei euch alle Tage“ an (Mt 28, 18-20)

Sänger der kroatischen Gemeinde mit dabei

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch ein Vokalensemble mit Sängern aus dem gesamten Dekanat unter der Leitung von Regionalkantor Karl Echle sowie Kantor Christoph Schmitz sowie einer Gruppe von Sängern der kroatischen Kirchengemeinde Freudenstadt, die der kroatischen Sprache einen festen Platz im Gottesdienst gaben; Lesung und Fürbitten waren ebenfalls in beiden Sprachen zu hören.

Taize-Gebet am Vorabend der Wallfahrt

Erstmals fand am Vorabend des Wallfahrtstages ein Taize Gebet, ebenfalls in der Fahrzeughalle statt Die Band „The Sky Voices“ sowie Sänger aus Bildechingen gestalteten das Gebet durch traditionelle Gesänge aus Taize. Stillephasen sowie meditative Gesänge in einer lichterfüllten Atmosphäre setzen einen neuen Höhepunkt an diesem Wallfahrtswochenende, welches Jung und Alt nach Lützenhardt lockte. Inhaltlich gestaltet und vorbereitet wurde das Taize-Gebet durch die BDKJ-Dekanatsleitung unter Anleitung von Dekanatsjugendseelsorgerin Majella Vater.

Ein wirkliches Hoffnungszeichen

Viele ehrenamtliche Helfer, ein Wallfahrtsteamerst sowie der Geschäftsführende Ausschuss des Dekanatsrats, erstmals unter der Leitung durch Dekanatsreferentin Nicole Uhde, bereiten die Wallfahrt vor und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die Rückmeldung vieler Besucher lässt erahnen, wie gut diese Möglichkeit der Begegnung den Menschen getan hat und wie schwierig die Monate der Kontaktreduzierung des Rückzugs für viele waren. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Glaubenserneuerung in Gemeinschaft ist sehr groß, dies war deutlich zu spüren – ein wirkliches Hoffnungszeichen, welches uns vertrauensvoll in die Zukunft blicken lässt.