Gemeinsame Verantwortung für den Lebensraum Schule

Im Rahmen der Initiative „Kirche und Schule im Kontakt“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart hatten sie an einem Fotowettbewerb mit der Aufgabenstellung teilgenommen, „Berührungspunkte“ zwischen Kirche und Schule fotografisch darzustellen. Die Preisverleihung, an der von der Diözese Rottenburg-Stuttgart Weihbischof Thomas Maria Renz und die Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Magdalena Seeliger, teilnahmen, war zugleich der Auftakt einer Ausstellung mit den eingereichten Fotoreportagen.

Bei der Preisverleihung würdigte Kultusminister Helmut Rau MdL die Wettbewerbsbeiträge als „Momentaufnahmen mit beeindruckender Tiefenschärfe“. „Die Fotoreportagen zeigen eine Fülle an gegenseitigen Berührungspunkten zwischen Kirche und Schule. Dabei wird immer deutlich: Die andere Perspektive, die der Glauben bietet, stellt für junge Menschen eine Bereicherung ihres persönlichen und schulischen Lebens dar.“, betonte der Minister.

Die Rottenburger Ordinariatsrätin Magdalena Seeliger wies darauf hin, dass die Schule durch die aktuelle Schulentwicklung zu einem immer wichtigeren Lebensfeld von Schülerinnen und Schülern werde. Der neue Bildungsplan und der Ausbau der Ganztagesschule forderten die Schulen, aber auch die Kirchen neu heraus. Weil es um dieselben jungen Menschen gehe, die die Schule besuchen und denen die Angebote der Jugendarbeit in den Kirchengemeinden gilt, sei „ein kreatives Miteinander der Schülerinnen und Schüler und ein Miteinander von Kirche und Schule“ notwendig. Die Kirche wolle sich verstärkt in dieser Kooperation engagieren und Wege der Zusammenarbeit entwickeln, sagte Seeliger. Aus diesem Anliegen sei in Zusammen-arbeit der Hauptabteilungen Schule, Pastorale Konzeption, Pastorales Personal und Jugend sowie des Instituts für Fort- und Weiterbildung Diözese Rottenburg-Stuttgart das mehrstufige Projekt „Kirche und Schule im Kontakt“ entstanden, zu dem Foto-wettbewerb und Ausstellung gehören.

Angesichts der immer stärkeren Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Schu-le forderte Weihbischof Renz auch „Zeitfenster“ für das Leben in der Familie sowie für außerschulische Aktivitäten wie ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit oder die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung. Die Kirche ihrerseits sehe ihren Auftrag darin, den „Lebensort Schule“ aktiv mitzugestalten.

Der erste Preis des Fotowettbewerbs ging an das Gymnasium Gerlingen für ein „ABC der Kirchen“. „Ein Schulgottesdienst – und was alles dazu gehört“ - für diese Arbeit konnten zwei Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stuttgart den zweiten Preis entgegen nehmen. Drei Preisträger bekamen jeweils einen dritten Preis: Eine Arbeit kommt aus der Michel-Buck-Schule in Ertingen und dokumentiert eine „Schulwallfahrt“; die Jagstschule in Westhausen, eine Schule für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung, wurde für die Arbeit „Wir sind ein Teil dieser Erde ... oder auf der Suche nach dem Kreis“ prämiert; mit dem Beitrag „Schule trifft Kirche - ein ökumenischer Lehrgang“ konnten evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Ludwigsburg ebenfalls einen dritten Preis erringen.

Die Ausstellung „Berührungspunkte – Kirche und Schule im Kontakt“ ist bis 8. September im Foyer des Neuen Schlosses in Stuttgart zu sehen.