„Gesicht der Diözese geprägt“

Beim 60. Südmährer-Bundestreffen am Sonntag in Geislingen sagte der Bischof im Festgottesdienst, die Heimatvertriebenen aus dem südöstlichen Teil des Sudentenlandes hätten aus der Kraft ihres Glaubens und mit ihrem religiösen, kulturellen und mentalen Erbe dazu beigetragen, in Offenheit und Bereitschaft zur Versöhnung erlittenes Unrecht zu überwinden. Bei dem Jubiläum, an dem auch 55-jährige Patenschaft der Südmährer zur Stadt Geislingen gefeiert wurde, war Ministerpräsident Günther Oettinger als Festredner angekündigt.

Bischof Fürst betonte mit Blick auf die Vertreibungsgeschichte der Südmährer, Versöhnung mit dem eigenen Leben und der eigenen Lebensgeschichte sei entscheidend wichtig für gelingendes Leben. Dies bedeute nicht, Unrecht der Vergangenheit zu vergessen und auszublenden. Verständigung und Versöhnung heißt aber nach den Worten des Bischofs, „immer wieder neu Schritte aufeinander zuzugehen, sich die Hände zu reichen, Brücken zu bauen und dann auch über diese Brücken zu gehen“.