Glanz des Himmels – Mediterrane Wege christlicher Ikonen

Die Ikonen aus der Sammlung des Belgrader Nationalmuseums sind von dem wechselhaften und spannungsreichen Verhältnis zwischen osmanischer und christlicher Kultur geprägt. Sie zeugen von der tiefen Verwurzelung des serbischen Volkes auf dem Balkan im christlichen Glauben, trotz der mehrere Jahrhunderte dauernden türkischen Fremdherrschaft.

Das christliche Bekenntnis, getragen und vermittelt von der serbisch-orthodoxen Kirche, prägt bis heute Selbstbewusstsein und Selbstverständnis Serbiens und bildet die Grundlage der nationalen Einheit und Identität. Die Ikonen legen dar, wie die Kultur Serbiens bei aller Eigenständigkeit in Ströme des byzantinisch-griechischen auf der einen und des italienischen-venezianischen Kulturraums auf der anderen Seite beeinflusst wurde.

Das Diözesanmuseum Rottenburg ist nach der Hansestadt Rostock und dem Zisterzienserkloster Himmerod bei Trier nunmehr die dritte und letzte Station der Ikonenausstellung in Deutschland. Die Kulturtage Serbien und Montenegro 2005 mit ihren verschiedenen Ausstellungsprojekten, Konzertveranstaltungen und Dichterlesungen werden getragen von den Kulturministerien von Serbien und Montenegro und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 25. September 2005 um 18 Uhr im Diözesanmuseum Rottenburg von Weihbischof Johannes Kreidler in Anwesenheit des Generalkonsuls von Serbien und Montenegro Slobodan Racković und der Direktorin des Nationalmuseums Belgrad eröffnet. Zu sehen ist sie bis zum 31. Oktober 2005.