„Glaube lebt von der Begegnung“

Ein Grund für die Unzufriedenheit vieler Menschen sei eine krampfhafte Fixierung auf eigene Pläne und Ziele, ohne nach Gott zu fragen, sagte Bischof Fürst. „Dann verlassen wir uns auf uns selbst und sind oft genug deshalb verlassen.“ Das Leben insgesamt könne aber nur ge-lingen in der Begegnung mit Gott. Dies ereigne sich dann, wenn Menschen sich begegnen. „Es tut gut, einander Halt zu geben und seine Sorgen zu teilen“, betonte der Bischof.

Seit 850 Jahren pilgern Christen nach Blaubeuren, immer am Wochenende nach dem Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli). Das Fest erinnert an den im Lukasevangelium erzählten Besuch der Maria bei ihrer schwangeren Verwandten Elisabet, als nach dem Gruß Mariens im Haus des Zacharias das Kind im Leib der Elisabet „vor Freude hüpfte“ und sie zu Maria sagte: „Ge-segnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“ Papst Hadrian bestätigte die Wallfahrt von Blaubeuren 1159 in einem Schutzbrief für das Kloster in der Stadt am Blautopf.