Glauben wagen im Abenteuer Leben

Im Lebensabenteuer, das den Menschen „neben allem Glück oft auch unerwartete und schwer zu ertragende Schicksale und viele unlösbare Fragen zumutet“, so der Bischof, diene der Glaube als vertrauenswürdiger Kompass.

Von dem Glauben an den menschenfreundlichen Gott legten zahlreiche Christen oft still und unauffällig Zeugnis im Alltag ab, betonte der Bischof. „Sie verbreiten keine Parolen und machen nicht viel Aufhebens von sich.“ Aber sie seien glaubwürdige Missionarinnen und Missionare in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Bischof Fürst dankte diesen Frauen und Männern für ihr Zeugnis in der Familie, in der Nachbarschaft, in Arbeit und Freizeit. Sie wüssten, dass christlicher Glaube zu Umsicht herausfordere.

Der Bischof versicherte, in den bisher sieben Jahren seiner Amtszeit habe er immer mehr Respekt vor Christen bekommen, die pflegebedürftige Menschen betreuen, die in Leid trösten und aufrichten. Sie gäben jungen Leute auf deren Orientierungssuche im Lebensabenteuer Wegweisung, ständen unter Druck stehenden Kollegen am Arbeitsplatz bei oder versuchten, Ehepaaren, die sich zu verlieren drohen, ein gemeinsames Weitergehen aufzuzeigen.

„Eine im guten Sinne missionarische Kirche braucht solche Zeuginnen und Zeugen“, sagte Bischof Fürst. Ihre Glaubwürdigkeit ermuntere zur Nachahmung. „Das ist der Routenplan zu einer vitalen und überzeugenden Kirche.“