Glaubwürdigkeit als Maßstab

„Dabei hat schon das offene Gespräch miteinander seinen Eigenwert“, so Bischof Fürst. Im Interesse der Glaubwürdigkeit gelte es zu lernen, „das Scheitern von Menschen und ihrer Lebensplanung ernster zu nehmen und Hilfen anzubieten, damit neues Leben gelingen kann“.

Der Bischof betont in seinem Schreiben, einer Zeit des Hörens werde eine Zeit des Handelns folgen. Dabei verweist er auf das kürzlich begonnene Projekt Gemeindepastoral, in dessen Rahmen an Lernorten neue Ansätze ausprobiert werden sollen. Zudem wolle er dafür sorgen, dass mehr Frauen in kirchliche Führungspositionen kommen. Bischof Fürst weist allerdings auch darauf hin, dass manche Fragen nicht allein in der Ortskirche entscheiden werden können. „Ich werde diese Fragen aber in die Konferenz der Bischöfe einbringen.“

Viele Menschen seien derzeit auf der Suche nach einem sinnvollen Leben, stellt Bischof Fürst fest. Für eine solche Sinnsuche und Sinnfindung „auf der menschlichen Lebensreise“ biete die frohe Botschaft Christi eine wertvolle Chance. Letztlich würden freilich keine Strategien weiterhelfen, sondern die Besinnung auf Jesus Christus. In seiner Spur könnten Kirchengemeinden „Orte sein, wo heimatlos gewordene Menschen Zuflucht und Lebenssinn finden können“.