Gott erfahren in barmherzigem Handeln

Rottenburg. 19. Februar 2016. In der Fastenzeit hat Bischof Gebhard Fürst zur Nachfolge im Geist des heiligen Martin aufgerufen. Im Fest- und Gedenkjahr zum 1.700. Geburtstag des Diözesanpatrons wolle man sich anstecken lassen von seiner hingebenden Liebe, betont der Bischof in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief. Durch die Mantelteilung werde deutlich, dass „Gott nicht in Luxus, Erfolg und Siegen erfahrbar wird“.

Martin habe ganz konkret Werke der Barmherzigkeit gewirkt, schreibt der Bischof. Deshalb füge es sich besonders gut, dass das Heilige Jahr der Barmherzigkeit mit dem Martinusjubiläum zusammenfalle. Vielerorts fänden sich in der Diözese Orte und Einrichtungen, an denen Barmherzigkeit geübt wird. Der Geist des Heiligen sei erfahrbar in Tafelläden ebenso wie in Vesperkirchen, Kleiderkammern und Krankenhäusern, Obdachlosenheimen oder Flüchtlingsunterkünften. Alle, die sich der Not ihrer Mitmenschen annähmen, formten das Gesicht einer wahrhaft zeitgenössischen, diakonischen Kirche.

Seit Jahrhunderten stehe Martin mit seinem gesamten Leben für die Kultur christlicher Nächstenliebe in Europa. „Gerade die christlichen Wurzeln bedeuten ein großes Zukunftsgut für Europa“, schreibt der Rottenburg-Stuttgarter Bischof.

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr lädt Bischof Fürst zu den beiden großen Diözesanwallfahrten nach Szombathely, an den Geburtsort des Hl. Martin, und zu seiner Grablege nach Tours ein.

Hinweis: Der Brief soll in allen Gottesdiensten am Sonntag und am Samstagabend verlesen werden.

  • Bischof Dr. Gebhard Fürst: Hirtenbrief an die Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur österlichen Bußzeit 2016 (mit Downloads in verschiedenen Sprachen)