„Gott setzt Siegeszeichen der Liebe über Hass und Tod“

Rottenburg/Stuttgart. 17. April 2014. An den Sieg der Liebe Gottes über Hass, Gewalt und Tod hat Bischof Gebhard Fürst in seiner Osterpredigt erinnert. Mit der Auferweckung Christi habe Gott im Kreuz sein Siegeszeichen für das Leben errichtet, betonte Bischof Fürst am Sonntag in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard. „Die brennende Osterkerze stellt uns den auferstandenen Christus in seiner wunderbaren Kraft vor Augen, den Herrn und Freund der Menschen.“ Der Auferstandene stehe besonders ein „für jene, die sich am Ende fühlen“. Für sie ereigne sich in Ostern das Mitleiden Christi, das sich in Leben mit Ewigkeitswert wandle.

Österliche Hoffnung drückte der Bischof gegenüber den Flüchtlingen aus südlichen Ländern aus, die von der Not getrieben in Europa Zukunft suchen. Die erschreckende Situation der Menschen in diesen Ländern wie auch der Flüchtlinge, bedeute für Europa einen Karfreitag. Hoffnung auf Leben wachse, wenn Menschen hierzulande das Leid dieser Notleidenden mildern, sie sich als Anwälte einsetzen, Aufnahme und Heimat geben. „Das ist für mich Teil der Auferstehungshoffnung, die wir heute feiern.“

Mit Ostern sei eine neue Werteordnung für menschliches Miteinander aufgestellt, unterstrich Bischof Fürst. Gott habe mit seiner Initiative die leidenden Menschen an die Spitze der Werteskala gesetzt, die Ausgegrenzten, Unterprivilegierten und Übervorteilten in einer oft gnadenlosen Welt. Wer sein Leben durch Widrigkeiten und gegen gesellschaftliche Widerstände gehe, gehe mit Jesus. „Wer gegen scheinbar alternativlose Konventionen die Menschen bedingungslos liebt, ist mit Christus bereits auferstanden zu neuem Leben.“

Uwe Renz

Die Osterpredigt des Bischofs im Wortlaut

Video: Osterpredigt des Bischofs

Ein Videomitschnitt der Predigt wird zeitnah in der Mediathek eingestellt.