Grundvertrauen und ein klar erkennbares Profil

Die Verleihung der Missio erfolgte zum zweiten Mal in diesem Jahr; bereits im Mai hatte Bischof Fürst in Ravensburg 60 angehende Religionslehrer beauftragt, 146 Lehrerinnen und Lehrern insgesamt wurde in diesem Jahr die Missio Canonica verliehen.

"Beschwert euch nicht mit unnötigem Ballast, sondern konzentriert euch auf das Wesentliche“, erläuterte der Bischof seine Empfehlungen. Dazu gehöre auch ein „Prinzip des Grundvertrauens“, denn nicht alle Eventualitäten des Weges ließen sich vorherplanen. Zum anderen ermutigte Bischof Fürst die Lehrerinnen und Lehrern zu Kooperation und gegenseitige Unterstützung. Über den Austausch im Kollegenkreis hinaus gehe es auch um „das christliche Grundprinzip gelebter und gestalteter Zeitgenossenschaft, das Leben auf Augenhöhe mit den Menschen und mit den Themen der jeweiligen Zeit“, betonte der Bischof. Und drittens schließlich appellierte er an „ein deutlich erkennbares Profil“. Es gehe um die Inhalte des Glaubens und deren verlässliche Weitergabe; dabei bedürfe es auch „der manchmal lästigen Erinnerung, wofür Christentum, wofür die Kirche steht“, sagte Bischof Fürst. Zentral für die Entsendung zum Religionsunterricht mit jungen Menschen sei die Glaubwürdigkeit, „die Einheit von eigenem Leben, Handeln und den Inhalten“. Mit einer Ermutigung entließ der Bischof die künftigen Religionslehrer: Der Ruf in die Nachfolge sei immer getragen von einer Zusage, „vom gegebenen Wort Jesu“. Daher könnten sie „froh und mit begründeter Hoffnung aufbrechen“ und ihren Dienst als Religionslehrer antreten, sagte Bischof Fürst.