Hat das Bild einer durch „weltoffene Katholizität“ gekennzeichneten Diözese mitgeprägt

Weihbischof Kreidler habe das Bild einer durch „weltoffene Katholizität“ gekennzeichneten Diözese mitgeprägt, betonte der Bischof. In vielfältigen Aufgabenbereichen habe er an vorderster Front Verantwortung für das schwäbische Bistum übernommen. Bei seinem Amtsantritt als Bischof im Jahr 2000 habe er von Johannes Kreidler, der nach der Berufung von Bischof Walter Kasper nach Rom als Diözesanadministrator wirkte, eine gut bestellte Diözese übernommen.

Seine Berufung als Seelsorger sei Weihbischof Kreidler wichtig, und als begehrter und geschätzter Prediger finde er aus eigener Glaubenstiefe heraus Worte, die andere Menschen in ihrem Glauben stärkten.

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Johannes Kreidler wurde am 31. Mai 1946 in Grünmettstetten (Kr. Freudenstadt) geboren. Nach dem Theologiestudium in Tübingen und Paris wurde er 1972 zum Priester geweiht. 1980 wurde am Tübinger Dogmatik-Lehrstuhl von Walter Kasper zum Doktor der Theologie promoviert.

Zu den Stationen seiner Berufsbiographie gehören u. a. der Dienst als Bischöflicher Sekretär bei den Bischöfen Carl-Joseph Leiprecht und Georg Moser, die Tätigkeiten als Repetent am Tübinger Theologenkonvikt Wilhelmsstift und als Wissenschaftlicher Assistent von Professor Kasper sowie als Regens des Rottenburger Priesterseminars. Am 6. Juni 1991 wurde Johannes Kreidler von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof der antiken Diözese Edistiana im heutigen Tunesien und zum Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart ernannt. Am 31. August 1991 empfing er im Rottenburger Dom St. Martinus von Bischof Walter Kasper die Bischofsweihe. Zu deren 20. Jahrestag er noch in diesem Jahr ein Jubiläum begehen kann. Heute ist Johannes Kreidler als Domdekan Vorsitzender des Domkapitels St. Martinus. Er ist Leiter der Hauptabteilung VIII und als Bischofsvikar u. a. für Liturgie, Kirchenmusik und Kunst in der Diözese zuständig. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört der den Kommissionen Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste sowie Ehe und Familie an, außerdem ist er Mitglied der Arbeitsgruppe Hauptberufliche pastorale Dienste in der Bundesarbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat.