Herausragende Persönlichkeit der Caritas und der katholischen Kirche in Deutschland

In einem Kondolenzbrief an Caritaspräsident Peter Neher betonte Bischof Fürst, der Name Georg Hüssler stehe für eine Kirche, die in den Armen dieser Welt den notleidenden Christus erkenne. Ungezählten Menschen hierzulande und ebenso in den Elendsregionen dieser Welt sei durch Hüsslers unermüdliches und aufopferndes Wirken ein Leben in menschenwürdigen Verhältnissen eröffnet worden.

Der Bischof wies darauf hin, dass Hüsslers Einsatz für die Opfer des Biafra-Kriegs 1968 den Grundstein für Caritas international, das spätere Hilfswerk der deutschen Caritas, gelegt habe. Unter seiner Verantwortung sei auch der weltweite Verbund von Caritas internationalis in Rom ins Leben gerufen worden, dessen Präsident und Ehrenpräsident Hüssler ebenfalls viele Jahre gewesen sei. Aber auch in Deutschland habe der Deutsche Caritasverband in der Verantwortung des Prälaten wegweisende Gesetzeswerke mitgestaltet, die den deutschen Sozialstaat bis heute prägten, so Bischof Fürst. Nicht zuletzt sei unter Hüsslers Präsidentschaft die Caritas im Osten und Westen Deutschlands wieder zu einem gemeinsamen Verband zusammengewachsen. Bereits zuvor habe Hüssler durch vielfältige Kontakte mit dafür gesorgt, dass die katholische Kirche und ihre Caritas über den Eisernen Vorhang hinweg mit einander verbunden geblieben seien.

Trotz vielfältiger kirchlicher und politischer Ehrungen in Deutschland und weltweit sei Prälat Hüssler immer eine bescheidene und durch wache Sensibilität und große Offenheit für die Menschen und ihre Nöte geprägte Persönlichkeit gewesen, betonte Bischof Fürst.