Hin zu den Menschen am Rande

Als prominente Gäste reden unter anderen der Erzbischof der südafrikanischen Diö-zese Durban, Kardinal Wilfrid Fox Napier, und der Erzbischof der indischen Diözese Mumbai, Kardinal Oswald Gracias. Zu den Referenten gehören weitere katholische Bischöfe, Theologen und Vertreter anderer Konfessionen. Bischof Fürst hält am
28. März einen Vortrag unter dem Titel „Wie und wovon werden Diakone morgen geistlich leben?“

Eines der Ziele der Konferenz ist nach den Worten des IDZ-Geschäftsführers Erik Thouet, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Kirche immer diakonischer werden soll. Eine solche Entwicklung sei ganz im Sinne von Bischof Fürst, der sich für eine diakonisch-missionarische Kirche ausspricht. „Diakone stehen für eine eindeutige Option der Kirche für die Armen, für die Menschen am Rande“, so Thouet. Es gelte, die ursprüngliche enge Verbundenheit des auf dem Zweiten Vatikanischen Konzils wieder entdeckten Amt des Ständigen Diakons mit den Diensten der Caritas neu zu beleben. Zu diesem Zweck pflegt das IDZ internationale Kontakte auf allen Kontinen-ten. „Diakone gehen dorthin, wo Kirche sonst eher nicht hingeht“, betont Thouet.

Derzeit gibt es rund 36.000 Ständige Diakone in 130 Ländern, die meisten davon in Europa, USA und Kanada. Der Anteil der Diakone außerhalb dieser Regionen macht nur 2 Prozent aus. Bischöfe etwa in Asien –143 Diakone weist dort die Statistik aus - und in Afrika erkennen mehr und mehr, dass diakonische Arbeit der Kirche der Weg der Zukunft sein wird. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent gibt es nur 380 Dia-kone. Vor diesem Hintergrund erhoffen sich die Kongressteilnehmer in Wien deutliche Impulse von Kardinal Napier, der als Förderer des Diakonenamtes gilt. Auch Kardinal Gracias von Mumbai erkennt in einem diakonischen Profil angesichts immenser so-zialer Verwerfungen in Indien ein zukunftsfähiges Entwicklungsmodell für die Kirche.