Hochschule für Kirchenmusik erweitert Ausbildungsprofil

Die A-Qualifikation war in Rottenburg bisher nicht zu erwerben. Bisher kamen in den Dekanaten der Diözese angestellte katholische A-Kirchenmusiker von staatlichen Hochschulen oder von der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen. Die Umstellung auf Bologna-Strukturen war nötig geworden, weil der Vatikan diese vorschrieb und zudem sonst die seit drei Jahren gültige staatliche Anerkennung als Hochschule gefährdet gewesen wäre.

Rektor Schmid sieht das Rottenburger Institut, das neben der Regensburger Hochschule für Kirchenmusik die einzige katholische Einrichtung dieser Art in Deutschland ist, mit der Strukturanpassung für die Zukunft gut gerüstet. Weitere Stabilität solle die ab dem Studienjahr 2012/2013 geplante Zusatzqualifikation der Rottenburger Absolventen für den Unterricht an Schulen geben. Zunächst werden diese für den Dienst in Dekanaten und Gemeinden ausgebildeten Musiker an katholischen freien Schulen unterrichten können, gegebenenfalls mittelfristig auch an staatlichen Schulen.

Das Rottenburger Institut wurde 1949 gegründet und 1997 zur Hochschule erhoben. In den vergangenen zwölf Jahren verzeichnete es nach Angaben Schmids rund 300 Absolventen. Am Sonntag verabschiedet Weihbischof Johannes Kreidler 45 Absolventen, darunter 15 C-Kirchenmusiker für den nebenberuflichen, drei B-Kirchenmusiker für den hauptberuflichen Einsatz sowie 25 Kinderchorleiter und zwei Absolventen des künstlerischen Aufbaustudiums. Etwa 70 hauptamtliche B-Stellen können in der Diözese besetzt werden; jährlich bildet die Rottenburger Hochschule maximal fünf Musiker dieser Qualifikation aus.

Hinweis: www.kirchenmusik-hochschule.org