Hoffnung leben im Heil-Land

Diesen Schritt könnten sie im Glauben an das Heilshandeln Gottes wagen, sagte der Bischof am Samstag zum Jahresschluss in der Aalener Kirchengemeinde St. Salvator, Gemeinde des Heilands. Für ein Leben im gläubigen Vertrauen auf Gottes Heilshandeln könnten Kirchengemeinden „Heil-Land“ sein und sollten sich als im christlich-solidarischen Geist bewohnbare Gemeinschaften der Glaubenshoffnung erweisen.

Kirchengemeinden wünschte sich der Bischof als Orte, in denen Menschen Rettung, Erlösung und Heil erfahren. Er rief die Gemeinden dazu auf, Impulse der Freiheit, der Solidarität und der Zuversicht zu setzen und diese Werte in der Gemeinschaft erlebbar zu machen. Wenn Kirche hier nicht wahrgenommen werde, verfehle sie ihren Auftrag.

Bischof Fürst dankte den Seelsorgerinnen und Seelsorgern für ihre Mühen, besonders denen in der Diaspora und den Rändern der Diözese. „Ich will mich nach Kräften dafür einsetzen, dass dorthin trotz mancher Probleme weiterhin gute Seelsorger kommen.“ Mit Blick auf das Jahr 2011 und das vergangene 2010 mit den schlimmen Folgen sexuellen Missbrauchs durch Seelsorger früherer Jahrzehnten rief der Bischof zu geistiger und geistlicher Erneuerung auf. Dieser Prozess solle im Dialog intensiviert werden, der bereits 2010 begonnen habe. „Werden wir demütig und still, um im Gottvertrauen Kirchengemeinden als Heil-Land zu gestalten“, sagte Bischof Fürst.

Uwe Renz