Hoffnung zusprechen hinter Gittern

Rottenburg. 20. Dezember 2013. Mit der christlichen Botschaft der Menschwerdung Gottes besuchen Bischof Gebhard Fürst und die Weihbischöfe Johannes Kreidler und Thomas Maria Renz an Heiligabend Gefängnisinsassen. In langjähriger Tradition feiern sie an diesem Tag mit ihnen Gottesdienste, sprechen ihnen Hoffnung zu und tauschen sich aus. Bischof Fürst besucht Gefangene und Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Rottweil, Weihbischof Kreidler fährt nach Heimsheim und Weihbischof Renz nach Stuttgart-Stammheim.

Mit ihren Besuchen wollen die Bischöfe ausdrücken, dass auch Menschen, die straffällig wurden, von Gott angenommen sind und in dieser Gewissheit auf Neubeginn hoffen dürfen. Bischof Fürst meditiert mit den Gefangenen in der Rottweiler Hinteren Höllgasse ein Bildmotiv, auf dem ein junges Paar vor einem maroden Schuppen in einem heruntergekommenen Altstadtviertel sich um ein neugeborenes Kind kümmert. Ein Info-Plakat weist darauf hin, dass an dieser Stelle bald ein Bürohaus entstehen wird. Auf der Gasse vor dem Schuppen herrscht reges vorweihnachtliches Treiben mit Kaufen und Verkaufen, Nikolaus und Sternsingern.

Uwe Renz