Hospizarbeit als zentraler Dienst der Nächstenliebe

Bischof Fürst dankte den Mitarbeiterinnen des Hospizes St. Anna für ihr Engagement und ihren Einsatz: Sich Menschen am Ende ihres Lebens anzunehmen, ihnen Wärme und Geborgenheit zu geben, sie nicht in die Kategorie der Nützlichkeit einzuordnen, sei ein Grundmoment christlichen Handelns. „Indem wir uns unserem Nächsten in den schwersten Stunden seines Lebens zuwenden, sind auch wir Beschenkte“, sagte Fürst
Die Hospizarbeit zu fördern, ist ein zentrales Anliegen der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aufstehen für das Leben, nicht nur am Beginn, sondern auch im Leiden und Sterben, ist ein Schwerpunkt der Pastoralen Prioritäten, die Bischof Fürst im Jahr 2003 in Kraft gesetzt hat.

Immer mehr Menschen benötigen organisierte Hilfe in Krankenhäusern und Altenheimen, um würdig bis zum Ende leben zu können. Menschen in der intensiven Lebenssituation des Sterbens gerecht zu werden, ihnen Wärme, Angenommensein und Geborgenheit zu schenken, beschreibt Generaloberin Veronika Mätzler die Motivation der Anna-Schwestern, ein Hospiz in der St. Anna-Klinik einzurichten. Durch Schmerztherapie und Symptomkontrolle können die Betroffenen die letzte Phase ihres Lebens würdevoll und selbst bestimmt mitgestalten.

Das stationäre Hospiz St. Anna in Ellwangen ist eine Einrichtung für Menschen mit lebensbedrohlicher Erkrankung, bei der nach menschlichem Ermessen weder Heilung noch Stillstand erreicht werden kann und deshalb nur noch eine begrenzte Lebenserwartung besteht. Das Hospiz, in der Trägerschaft der franziskanischen Kongregation der Anna-Schwestern, verfügt über sechs Betten für Hospizgäste und ein Gästezimmer.

Die Einweisung eines Patienten erfolgt über den behandelnden Arzt, der auch die Betreuung im Hospiz weiterführen kann. Ein in Palliativmedizin ausgebildeter Mediziner steht den 14 Mitarbeiterinnen des Hospizes beratend zur Seite. Zudem unterstützen Ehrenamtliche aus der ambulanten Hospizarbeit die Pflegekräfte.
90% der Kosten, die bei der intensiven Betreuung der Hospizgäste entstehen, werden durch die Krankenkassen und die Pflegeversicherung getragen. Die restlichen 10% müssen durch Ehrenamt und Spenden abgedeckt werden.

Das Hospiz ist die einzige stationäre Einrichtung für Sterbebegleitung im Umkreis von 80 Kilometern. Zwölf Schwerstkranke im Alter von 37 bis 84 Jahren haben die Anna-Schwestern und ihre Mitarbeiterinnen seit der Eröffnung am 1. Juli 2005 bereits betreut.

Spendenkonto:
Hospiz St. Anna, Kto.Nr. 10000 97397 bei der Kreissparkasse Ostalb (BLZ 614 500 50)
Hospiz St. Anna, Kto.Nr. 200 544 012 bei der VR-Bank Ellwangen (BLZ 614 910 10)