„Ich bin ganz Weg“

In seinem 128 Seiten umfassenden Pilgerbegleiter stellt der kürzlich als Domkapitular der Diözese Rottenburg-Stuttgart verabschiedete Hagmann die sehnsüchtige Unruhe des Menschen in den Mittelpunkt. Der ambitionierte Jakobspilger, der künftig Pfarrer in Tettnang sein wird, hat Texte, Gebete, Gedichte, Psalmen und Kurzgeschichten gesammelt, die er in die Kapitel „Pilgern“, „Aufbrechen“, „Gehen“, Dürsten“, „Teilen“, „Tragen“, „Ankommen“, und „Heimkehren“ zu einem geistlichen Pilgerweg gegliedert hat.

Laut Borromäusverein ist es Hagmann gelungen, das Wesen des Pilgerns weit zu fassen, „vom sportlichen Wandern bis zum spirituellen Abenteuer, vom gedankenlosen Mitlaufen bis zum bewussten Gott-Suchen“. Das Buch sei nicht dafür geeignet, in einem Rutsch gelesen zu werden. Die Texte würden das je eigene Tempo herunterbremsen und in der Unrast des Tages Ruhe verschaffen. Hagmanns Band habe zudem das Potenzial, den einen oder anderen dazu zu inspirieren, „aus dem Alltag auszubrechen und zu einem Ziel in der näheren Umgebung zu pilgern“.

Hinweis: Rudolf Hagmann (Hg.), Ich bin ganz Weg. Pilgernd unterwegs. Kevelaer, Topos plus, 2011, 128 Seiten, 8,90 Euro.

Uwe Renz