Im Jahr 1 nach dem Hundertsten

Das Treffen, zu dem Weihbischof Johannes Kreidler einen geistlichen Impuls gibt, steht unter dem Motto „Gemeinsam im Dienst des Herrn“. Im vergangenen Jahr konnte der Verband in Schwäbisch Gmünd sein 100-jähriges Bestehen feiern. In diesem Jahr ziehen die Teilnehmer, darunter viele Frauen, am Nachmittag vom Tagungsort Stadthalle zur Kirche St. Martin. Dort endet das Treffen, bei dem der Vorstand nach vierjähriger Amtszeit neu gewählt werden muss, mit einer von Weihbischof Kreidler geleiteten Messfeier.

Am 25. Juli 1911 wurde in Ulm der erste Mesnerverein der Diözese Rottenburg gegründet. Der Erste Vorsitzende Anton Lutz teilte dazu dem Bischöflichen Ordinariat schriftlich mit, der Verein beabsichtige in keiner Weise, „Unzufriedenheit oder unbotmäßige Gesinnung unter seinen Mitgliedern zu erregen“, sondern er werde nur die ideelle, soziale und materielle „Hebung des Mesnerstandes“ im Auge haben. 1899 war im Königreich Württemberg der Mesner- vom Schuldienst getrennt worden. Damit war ein neues Berufsbild „Mesner“ nötig geworden.

Uwe Renz