Caritas

In Biberach entsteht ein Kirchencampus

Peter Grundler hält die röhrenförmige Edelstahlbox. Dekan Sigmund Schänzle gibt mit einem Sprengel Weihwasser darauf. Links im Bild eine rote Fahne mit dem Caritas-Logo.

Dekan Sigmund Schänzle (l.) segnet die von Regionalleiter Peter Grundler gehaltene Box für den Grundstein, die unter anderem Fotos aller derzeit bei der Caritas Biberach-Saulgau Beschäftigten enthält - Foto: Andreas Gratz

Diözesan-Caritasdirektor Oliver Merkelbach und Dekan Sigmund Schänzle legen bei der Grundsteinlegung für das neue Caritas-Zentrum Hand an.

„Die Liebe soll mein Grundstein sein“ - mit dieser Liedzeile eröffneten Marion Martin und Andreas Gratz am 1. Oktober die feierliche Grundsteinlegung. 30 Gäste aus Bürgerschaft, Kirche und Politik hörten aufmerksam zu. In unmittelbarer Nähe zum Alfons-Auer-Haus, dem Haus der kirchlichen Dienste und bislang Sitz der Caritas Biberach-Saulgau, wächst derzeit das neue Caritas-Zentrum heran. Notwendig wurde der Neubau, da die räumliche Situation im bisherigen Gebäude zunehmend problematisch wird.

Ökumene im Gottesdienst und in der Nächstenliebe

Der Festakt im Rohbau in der Waldseer Straße war gleichzeitig auch der Start für den Ökumenischen Kirchencampus in der Stadt Biberach. Denn in direkter Nachbarschaft zu den beiden katholischen Gebäuden steht das große Martin-Luther-Gemeindehaus, welches seinerseits zum Haus der evangelischen Kirche renoviert und ausgebaut werden soll, wie es der evangelische Dekan Matthias Krack in seinem Grußwort erklärte.

Dort sollen dann auch die Dienste der Diakonischen Bezirksstelle einziehen, was die vielfältige ökumenische Zusammenarbeit zwischen Caritas und Diakonie auch äußerlich noch mehr sichtbar machen wird. „Wir wollen mit diesem Projekt ein Zeichen für die ökumenische Verbundenheit setzen“, betonte Caritas-Regionalleiter Peter Grundler in seiner Ansprache. „Es wird ein Ort der Begegnung, Beratung und Begleitung.“

Gemeinsam anpacken

Dass dieser für Peter Grundler sichtlich freudige Tag gleichzeitig an seinem 35 jährigen Caritas-Dienstjubiläum stattfand, wusste der extra aus Stuttgart angereiste Diözesan-Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach zu berichten. Mehrfach zitierte er in seiner Ansprache die Worte der amerikanischen Professorin Margaret Wheatley "Whatever the problem - community ist the answer". Was man darunter zu verstehen hat, zeigte er zusammen mit Dekan Sigmund Schänzle, als er nach dessen Segnung von Haus und Gedenkstein gemeinsam mit ihm den Deckel über dem Grundstein-Tresor verschraubte.

Sehr erfreut über die Weiterentwicklung dieses Biberacher Quartiers am Eingang zum Stadtzentrum zeigten sich auch Baubürgermeister Christian Kuhlmann und Landrat Heiko Schmid. Kuhlmann bezeichnete das Bauvorhaben als signifikant für die Stadtentwicklung. „So bekommt Ökumene ein Gesicht, ganz in der Tradition der schon seit der Reformation paritätisch genutzten Biberacher Stadtpfarrkirche“, ergänzte Landrat Schmid und freute sich über die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für die Menschen in Stadt und Landkreis.

Alter Baum ist integriert

Architekt Rolf Gurland erwähnte besonders den sich zum Hofraum vor dem Martin-Luther-Gemeindehaus hin öffnenden Eingang, und betonte, dass die dort stehende alte Bergulme eines von zwei Naturdenkmälern der Stadt Biberach ist. Der Baum wird hoffentlich noch viele Jahre die Besucher des Kirchencampus erfreuen.

Im ersten Halbjahr 2023 soll das neue Caritas-Zentrum fertiggestellt sein. Dann steht für rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Umzug an. An Kosten wurden ursprünglich 4,5 Millionen Euro angesetzt, die sich aber aufgrund der Baupreisentwicklung noch steigern können. Neben den Büros und Beratungsräumen wird es auch Gemeinschaftsräume geben, so dass der Neubau auch tatsächlich ein Ort der Begegnung wird.

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