„In das Land, das ich dir zeigen werde“

Dort werden sie bei Partnergemeinden und –organisationen der württembergischen Diözese unter dem Leitwort „Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten“ in kirchlichen Projekten eingesetzt. Sie seien „Missionare der Diözese Rottenburg-Stuttgart in aller Welt“, sagte Krämer bei der Aussendungsfeier.

Der Domkapitular hob hervor, die WFDler machten mit ihrem Einsatz deutlich, dass „das Schicksal der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika euch und vielen anderen Menschen im vermeintlichen Eldorado Europa nicht egal ist“. Die jungen Missionare, die sich in den vergangenen Monaten intensiv auf ihren Auslandseinsatz vorbereiteten, zeigen laut Krämer, weltweite und weltkirchliche Solidarität. Wie Abraham würden sie dem Ruf Gottes folgen, der dem biblischen Urvater auftrug, „in das Land zu ziehen, das ich dir zeigen werde“. Mit ihrer tatkräftigen Hilfe in Projekten, mit ihrem Mitleben und Mitbeten, sollten die jungen Leute zum Segen werden für andere. Der Dienst der jungen Leute bedeute für sie selbst „einen Aufbruch ins Ungewisse, ein Wagnis“. Mancher Luxus und vertraute Support wie individuelle Verkehrsmittel oder eigener Online-PC würden ebenso fehlen wie Eltern, Geschwister und Freunde. Bisweilen werde das bedeuten „zu schauen, wo und wie es für den Fall, dass nicht alles glatt läuft, weitergehen kann“. Über allem aber stehe die Zusage Gottes, „dass er euch in eurem Jahr begleiten will und begleiten wird“.

Der Weltkirchliche Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entstand 1986 nach der damaligen Diözesansynode als bundesweit einzigartige Initiative. Damals hieß er noch „Laien im Dienst der Evangelisierung und des Friedens“. Vor vier Jahren erhielt er seinen heutigen Namen. Seit seiner Gründung leisteten weit über 200 junge Leute den Weltkirchlichen Friedensdienst.