In der Liebe zum Leben gefunden

Die geehrten Christen versinnbildlichten das, was uns der Heilige Martin vor Augen gestellt hat: Dass Leben Liebe sei, und die Liebe zur Tat werde. Dadurch fänden die Menschen zum eigentlichen Leben und ihrem letzten Sinn. Gerade ein Mensch wie der Heilige Martin habe beispielhaft vorgelebt, wie die Praxis der Nachfolge und ein Leben aus christlichem Geist konkret aussehen könne. „Wo immer das Leben von bösen Mächten beeinträchtigt, niedergedrückt und zerstört wird, wo Menschen bedroht sind, verloren zu gehen, da trat er für sie ein und stand unermüdlich auf für das Leben“, so beschreibt der Bischof die Taten des Heiligen Martin. „Im Einsatz für die Verlorenen, in seinem Eintreten für die am Rand Stehenden, in seinem Einsatz für die am Boden Liegenden, in seinem Aufstehen für die, die durch das Netz der Allgemeinheit gefallen sind, scheute er auch nicht, Widerstand zu leisten und den Verlockungen und auch den Drohungen durch die Mächte seiner Zeit zu widerstehen.“

Als der Kaiser ihn einlud, am Tisch seiner Macht Platz zu nehmen, hielt er sich bewusst fern und setzte so ein eindrucksvolles Zeichen in seiner Zeit, so Bischof Fürst. Denn Martin sei klar gewesen, dass die am Rand der Gesellschaft Lebenden oft von anderen dorthin abgedrängt wurden und dass die Mächtigen nicht selten selbst ungerechte Zustände bewirkten. Deshalb setzte sich Martin entschieden für die Notdürftigen ein.

Ausdrücklich dankte der Bischof den 25 Preisträgern für ihr Engagement. Auf ganz verschiedene, aber jeweils unverkennbare Art hätten sie christliches Profil gezeigt. Es seien Menschen, „die ihr Talent, ihr Charisma, ihre Gaben als Aufgabe begreifen würden, Menschen, die anderen Menschen in unterschiedlicher Weise Gutes tun“. Fürst danke aber auch denen, die sich wo und wie auch immer für den Nächsten und den Fernsten, für unsere Gemeinschaft, die Gesellschaft, die Schöpfung einsetzen. „Denn unsere Welt und unsere Zeit braucht dringend solch christliche Spuren gestalteter Liebe!“