In seinem Herzen blieb er Seelsorger

Getragen vom Grundvertrauen in den Gott der Hoffnung diente Knaupp in vielfältiger Weise der Diözese. Die Sorge um das Heil der Menschen war dabei die bestimmende Mitte seines kirchlichen Handelns. Das, so Bischof Fürst, zeigten übereinstimmend die Lebenszeugnisse des Prälaten. „Eine dienende Kirche war für ihn im tiefsten Sinne Herzenssache.“ Für ihn war die Kirche die Familie Gottes und ein Ort der Dienstbereitschaft für alle, die Hilfe brauchen, auch wenn sie nicht zur Kirche gehörten.

Das Leben von Prälat Knaupp sei von der Hoffnung auf Auferstehung bestimmt gewesen. Dieser Glaube, so Bischof Fürst, befreie vom Druck, dem irdischen Leben alles abringen zu wollen. Wer innerweltlich orientiert lebt, wolle alles auskosten, was das Leben bietet und auf nichts verzichten. Wer an die Auferstehung glaube, wisse, dass ihm unendlich mehr geschenkt werde, als er in dieser Welt bekommen könne. Aus diesem Glauben und aus solcher Hoffnung habe Prälat Karl Knaupp gelebt, bescheiden, humorvoll und außerordentlich menschenfreundlich. Der Glaube, dass der Tod das Tor zum Leben sei, schenke die Gelassenheit und Freiheit, ganz aus Jesus Christus zu leben. Im Leben von Karl Knaupp war er die Mitte. Ihn verkündete er an verschiedenen Orten und in verschiedenen Situationen. Bischof Fürst dankte dem ehemaligen Generalvikar für das, was er für viele Menschen und für die Diözese Rottenburg-Stuttgart war und bleibend sein werde.

Prälat Karl Knaupp wurde im Anschluss an das Requiem auf dem Sülchenfriedhof in Rottenburg beigesetzt.