„Inspiriert vom christlichen Glauben“

Vogel habe in eindrucksvoller Weise gezeigt, wie der christliche Glaube politisches Handeln inspirieren und orientieren kann, schrieb Bischof Fürst in einem Brief an den Politiker, der in mehreren Funktionen dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehörte. Bischof Fürst, der Geistlicher Assistent des ZdK ist, attestierte Vogel, dem Politiker sei es auf der Basis seines christlichen Glaubens gelungen, nie den notwendigen Kompromiss mit politischem Opportunismus zu verwechseln. Der Bischof dankte dem langjährigen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und später von Thüringen für dessen Engagement in verschiedenen Gremien des ZdK, das von Vogels Erfahrungen, Einsichten und Anregungen profitiert habe.

Bernhard Vogel wurde am 19. Dezember 1932 in München geboren. Nach seinem Studium unter anderem der politischen Wissenschaften und nach seiner Promotion arbeitete er von 1960 bis 1967 als Wissenschaftler. Bis 1967 war Vogel auch fünf Jahre lang Präsident des ZdK. Von 1967 bis 1976 amtierte der CDU-Politiker als Kultusminister des Landes Rheinland-Pfalz, dessen Ministerpräsident er danach bis 1988 war. Noch einmal Ministerpräsident wurde Vogel 1992: Bis 2003 regierte er das Land Thüringen. Seit 2001 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, der er bereits von 1989 bis 1995 vorstand.