Internationaler Diakonen-Kongress in Lourdes eröffnet

Rottenburg/Lourdes 7. September 2017. Das Internationale Diakonatszentrum (IDZ) hat seinen Studienkongress 2017 am Donnerstagabend im französischen Wallfahrtsort Lourdes zum Thema „Heil und Heilung in einer diakonischen Kirche“ eröffnet. IDZ-Präsident Klaus Kießling betonte zum Auftakt, Tagungsort wie auch Datum des Kongresses hätten starken Bezug zum Thema Heilung. In Lourdes suchten viele Menschen Genesung, und im Jahr des Reformationsgedenkens gehe es vielfach um Heilung von zwischenkonfessionellen Wunden. An dem Kongress nehmen rund 200 Diakone und ihre Ehefrauen aus allen fünf Kontinenten teil.

Das IDZ wurde 1965 nach einer Studienkonferenz in Rom gegründet, um „weltweit das Amt des Diakons in einer Kirche mit diakonischem Angesicht“ zu fördern; Schirmherr ist der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst. Er verleiht am Samstag zum zweiten Mal den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten IDZ-Diakoniepreis, der herausragende diakonische Projekte weltweit auszeichnet. Im Rahmen des Studienkongresses in Lourdes wird der Vorstand des Diakonatszentrums neu gewählt; der bisherige Präsident Kießling kandidiert nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr. Es wird erwartet, dass der neue Präsident aus einem nichteuropäischen Land kommen wird. An dem Kongress nehmen als Redner zum Thema „Heil und Heilung“ unter anderen der philippinische Kardinal Luis Antonio Tagle (aus katholischer Sicht) teil, der norwegische Theologe Kjell Nordstokke (aus evangelischer Sicht) und der französische Theologieprofessor Etienne Grieu (SJ) über die diakonische Kirche in Frankreich. Bischof Fürst spricht über den „Diakon in einer diakonischen Kirche“.

Hinweis: Das IDZ im Internet unter http://diaconia-idz.org/