Jahrzehntelanger Einsatz für das Zweite Vatikanische Konzil

Hünermann, gebürtiger Berliner, 1955 in Rom zum Priester geweiht, lehrte von 1971 bis 1982 als Professor für Dogmatik in Münster, danach bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 in Tübingen. 1983 wurde er als Honorarprofessor an die Universidad Catolica Boliviana in Cochabamba berufen; der Ehrendoktorwürde, die ihm die bolivianische Universität 1997 verlieh, folgten im Jahr 2005 noch weitere in Buenos Aires und an der Universität Freiburg i. Br. Von 1985 bis 2002 war Hünermann Präsident des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes, von 1989 bis 1995 Gründungspräsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie, deren Ehrenpräsident er seit 1995 ist. Heute lebt er in der Rottenburger Teilgemeinde Oberndorf.

Bischof Fürst betonte in seinem Gratulationsschreiben neben der „Gestaltung wissenschaftlich verantwortbarer katholischer Theologe“ durch Hünermann auch dessen Einsatz und jahrzehntelange Beschäftigung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Zu diesem hatte Hünermann gemeinsam mit dem Tübinger Theologieprofessor Jochen Hilberath im Jahr 2004 einen fünfbändigen Kommentar herausgegeben. Der Bischof dankte Hünermann dafür, dass dank dessen theologischer Arbeit „mancher bis dato noch ungehobene Schatz des Konzils heute in seiner Bedeutung klarer erkennbar wird und deutlicher erschlossen ist“. Für ihn selbst sei es ein „tiefes und selbstverständliches Anliegen, das Zweite Vatikanische Konzil in seiner großen Bedeutung weiterhin und immer noch intensiver zu erschließen und zu verwirklichen“, betonte Bischof Fürst in dem Schreiben.