Jugend effektiv vor Mediengefahren schützen

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart und Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz kritisierte am Mittwoch in Mainz eine schwer überschaubare Sammlung unterschiedlicher Vorgaben zum Schutz Jugendlicher vor Mediengefahren. Bischof Fürst äußerte sich mit einem Vortrag „Quo vadis Jugendmedienschutz?“ bei der 6. Jugendmedienschutztagung von ZDF, ARD sowie katholischer und evangelischer Kirche.

Der katholische Medienbischof verlangte, es müsse klar erkennbar sein, welche Schutzregelungen mit welcher Verbindlichkeit gelten. So müssten Eltern nachvollziehen können, nach welchen Kriterien Kennzeichnungen von Medieninhalten zustande gekommen sind. Nur so könne Vertrauen in Schutzmaßnahmen wachsen. Jugendmedienschutz sei Aufgabe der gesamten Gesellschaft, sagte Bischof Fürst. Es gelte, die bestehenden Schutzinstrumente kritisch zu prüfen und, wo nötig, sie zu ändern mit Blick auf gelingende Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender.

Uwe Renz