„Jungen Menschen Lebenswege aufgezeigt“

Mit Leidenschaft habe sie bis zu ihrem Ausscheiden vor einem Jahr die Hauptabteilung Schulen ideenreich und voller Energie geleitet, sagte der Bischof am Mittwoch, der zurzeit an der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda teilnimmt. Die 1953 in Budapest geborene und dort sowie in Hessen aufgewachsene promovierte Theologin und Religionspädagogin habe mit ihren kreativen Konzepten „vielen jungen Menschen gangbare Lebenswege aufgezeigt und ihnen dafür Orientierung auf christlicher Basis gegeben“.

Er trauere um seine frühere enge Mitarbeiterin, betonte der Bischof, und drückte deren Ehemann, dem Tübinger Kirchenhistoriker Reinhard Seeliger, sein Mitgefühl aus. Die Ordinariatsrätin habe mit Projekten wie „Kirche und Schule in Kontakt“ bleibende Spuren in der Diözese hinterlassen. Mit der in ihrer Amtszeit verantworteten Entwicklung von Bildungsstandards an allgemein bildenden Schulen habe sie 2004 ebenso profiliert Akzente gesetzt wie mit der ein Jahr später unterzeichneten und bundesweit beachteten Vereinbarung zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht. Bischof Fürst bescheinigte der Ordinariatsrätin, die seit 2001 die Hauptabteilung geleitet hatte, „ihre ganze Kraft für die religiöse Bildung an Schulen“ gegeben zu haben. Pontifikalrequiem und Beisetzung von Ordinariatsrätin Seeliger sind voraussichtlich am Freitag, 14. Oktober, in Rottenburg.

Uwe Renz