Katholisch sein kennt keine Nationalität

Rottenburg 15. Juli 2014. Zu einem intensiven Miteinander muttersprachlicher und deutscher Kirchengemeinden hat Bischof Gebhard Fürst ermutigt. „Die Nationalitätenvielfalt der Katholiken in unserer Diözese hat eine ungeheuer integrative Kraft“, sagte er am Dienstagabend bei der Jahrestagung der Seelsorger muttersprachlicher Gemeinden auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg-Ergenzingen.

Das Katholischsein aller Christen in der Diözese bezeichnete Gebhard Fürst als „Corporate Identity“, das es gelte, gemeinsam für die Verkündigung des Evangeliums einzusetzen. Er ermunterte die knapp 100 Seelsorger, die Charismen in ihren Gemeinden zu wecken und in die Gemeinschaft einzubringen.

Unter dem Tagungsmotto „Communio als Partizipation“ war es Ziel der Begegnung, die Zusammenarbeit von muttersprachlichen und deutschsprachigen Kirchengemeinden zu stärken und neue Projekte zu entwickeln.

In der Diözese leben rund 220.000 Katholiken anderer Staatsangehörigkeit, die in 98 Gemeinden organisiert sind. Mit über 80.000 Mitgliedern bilden die italienschen Christen die größte Gruppe, gefolgt von den kroatischen Katholiken mit rund 46.000.

Manuela Pfann