Katholische Schulen sind Biotope des Christlichen

Den Glauben als Lebensprinzip erleben, das könnten die Schüler/-innen im neuen Schulzentrum. Es sei der Auftrag der Kirche, den Menschen den Heilsweg zu verkünden. Bildung nach christlichem Verständnis bedeute daher die Ausformung des Bildes Gottes im Menschen. "Vor-Bild" aller Bildung können die Begegnung zwischen Gott und Mensch sein, wie sie Jesus Christus vorgestellt habe. Der christliche Glaube liefere Maßstäbe, Reibungsflächen und nötige Eckpunkte, an denen sich das Handeln einer Persönlichkeit heranbilden könne, so der Bischof.

Die Katholischen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hätten mit ihrem Marchtaler Plan ein international anerkanntes Konzept entwickelt, so der Bischof, das auf dem Fundament des biblisch-christlichen Menschenbildes eine menschen- und zeitnahe Pädagogik realisiere. Authentisch auf die Lebenspraxis Jesu bezogen strebe es das Konzept die Einheit zwischen Glauben und Handeln, zwischen Theorie und Praxis, zwischen Lehre und Leben an. So würden die jungen Menschen insgesamt mit Leib, Geist und Seele angesprochen. Aus der frohen Botschaft des Evangeliums heraus wird ein christlich inspirierter Wertehorizont vermittelt, der zu eigenverantwortlicher und ethisch qualifizierter Lebensgestaltung befähige.

Der Bischof hob auch die gute und offene ökumenische Zusammenarbeit in Heilbronn und der Region hervor und dankte allen, die an dem Projekt beteiligt waren.

Das Schulzentrum in der John-f.-Kennedy-Straße 21 in Heilbronn soll ab April 2007 rund 1.000 Schüler/-innen in 35 Klassenzimmern Raum bieten. Im darauf folgenden Jahr soll dann die Mensa und die Sporthalle dazu. Das Zentrum wird Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium umfassen. Pädagogische Grundlage für alle Klassenstufen ist der Marchtaler Plan, ein Erziehungs- und Bildungskonzept, das auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes den Schulalltag durch Elemente wie den Morgenkreis, die freie Stillarbeit und der vernetzte Unterricht prägt.