„Kein billiger Trost“

Gleichzeitig ermutigte er die beiden vor 40 Jahren und die drei vor 25 Jahren geweihten Geistlichen am Samstag in Rottenburg, im „mitunter auch antikirchlichen Wind“ an ihrer Berufung zu einem Leben in Glauben, Hoffnung und Liebe festzuhalten. Die Zusage der Treue Gottes sei kein billiger Trost.

Weihbischof Kreidler betonte, Berufung und Sendung könnten nicht am Weihetag als Marschgepäck einfach mitgenommen werden. Sie müssten vielmehr jeden Tag neu gelebt werden. Den Ehefrauen der fünf Diakonjubilare dankte der Weihbischof ausdrücklich für ihre Solidarität. „Sie verschenken als Ehefrauen liebevoll Zeit für Gott und die Menschen.“ An dem Treffen nahmen teil: Bernd-Günter Barwitzki (Waiblingen), Bruno Brömmel (Albstadt), Franz Hummler (Kanzach), Manfred Merz (Stuttgart), Horst Teufel (Spaichingen).

Derzeit gibt es rund 36.000 Ständige Diakone in 130 Ländern. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart arbeiten rund 200 haupt- und nebenamtliche Diakone. Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Amt des Ständigen Diakons in der katholischen Kirche wiederbelebt. Für den Dienst kommt nur in Frage, wer sich bereits in Ehe und Familie, in Kirche und Berufswelt bewährt hat. Bei verheirateten Männern, die bei der Weihe mindestens 35 Jahre alt sein müssen, muss auch die Ehefrau ihr Einverständnis zu Ausbildung und Weihe geben.

Uwe Renz