Keine generelle Aushöhlung des Sonntagsschutzes bei FIFA-WM

Der Vorschlag des Kabinetts bleibt hinter den Forderungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart zurück, die den uneingeschränkten Schutz des Sonntags verteidigt hatte. Wichtig ist nicht nur eine ungestörte Feier der sonntäglichen Gottesdienste, sondern auch die Möglichkeit familiären Zusammentreffens, das im Sinne einer auch von der Landesregierung betonten Stärkung der Familien zu schützen ist. Generalvikar Stroppel warnte deshalb vor einer generellen Aushöhlung des Sonntagsschutzes.

Den Gästen des Großereignisses sollte die Kultur des Gastgeberlandes näher gebracht werden, zu der die verkaufsfreien Sonntage und das Fronleichnamsfest gehören. Gerade die Gäste aus Kroatien und Spanien werden der nun beschlossenen Regelung viel Sympathie entgegen bringen. Ihnen werden während der Fußball-Weltmeisterschaft Gottesdienste in ihren Landessprachen angeboten.